
AMAZONA.de hat sich den KA-303 vorgenommen, und zwar gründlich. Franz Kreimer vergibt in seinem Test 4,2 von 5,0 Punkten, das Gesamturteil lautet „Sehr Gut“, und am Ende steht der Satz, über den wir uns hier am meisten gefreut haben: „Von mir gibt’s hier eine klare Kaufempfehlung.“
Den kompletten Test findest du hier: amazona.de/kreuzberg-audio-ka-303-acid-synthesizer-plug-in
Was Franz Kreimer überzeugt hat

Der Test geht die acht Engines einzeln durch, mit Klangbeispiel für jede davon. Zwölf Audiodemos sind am Ende verlinkt, darunter zwei mit einer echten TB-303 als Vergleich. Besonders gefreut hat uns, dass er sich die Mühe gemacht hat, den Unterschied hörbar zu machen statt ihn nur zu behaupten: In seinen Beispielen öffnet das Filter des KA-303 deutlich weiter als das der Vorlage, und genau das ist der Punkt.

Die Composing Engine nennt er den Bereich, der „gewaltig weit über die Funktionen des Originals hinausgeht“. Skalenwahl, Oktavsprünge und Slides per Klick, Scramble und Mutate für Varianten, Noten direkt im Raster verschieben. Sein Urteil zum Arbeitsablauf: schnell und effektiv, für Leute, die gern schrauben, genauso wie für die, die mit wenigen Griffen zu einem Ergebnis kommen wollen. Auch die Tooltips auf jedem Regler bekommen ein eigenes Lob.

Bei der Modulation hebt er hervor, was passiert, wenn man die drei LFOs im Songtempo auf die Distortion legt: Aus einem einfachen Groove wird eine zweite Rhythmusebene, ohne dass am Sequenzer irgendetwas geändert wird. Dazu die zwei Hüllkurven, die zwei frei zeichenbaren Kurven, der Step-Sequenzer und die Makros.
Die Wertung im Überblick
- Gesamtbewertung: 4,2 von 5,0, „Sehr Gut“
- Klangvielfalt: Ausgezeichnet
- Modulationsmöglichkeiten: Ausgezeichnet
- Sound: Sehr Gut
- Benutzerfreundlichkeit: Sehr Gut
- Sequenzer: Sehr Gut
- TB-303-Authentizität: Gut
Die schlechteste Note ist die richtige
Die niedrigste Einzelwertung bekommt die TB-303-Authentizität, und das ist in Ordnung so. Franz Kreimer schreibt: „Wer hier einen exakten 303-Klon sucht, ist auf dem Holzweg.“ Genau das war die Idee. Es gibt bereits sehr gute Klone, und noch einen davon zu entwickeln hätte niemandem geholfen. Der KA-303 soll einen schnellen Weg zu Acid-Patterns bieten und dazu eine Klangerzeugung, die man auch dann noch gern aufdreht, wenn man vom Original weg will. Warum das so ist, steht ausführlicher in unserem Beitrag Braucht es wirklich noch einen 303-Klon?
Den offenen Kritikpunkt nehmen wir mit: Es könnten mehr mitgelieferte Patterns in der Composing Engine sein. Da kommt etwas nach. Der zweite Kritikpunkt aus der ersten Testfassung, zu wenige Sound-Presets, hat sich mit Version 1.8 und ihren 50 zusätzlichen Presets erledigt, und Franz Kreimer hat ihn daraufhin wieder aus dem Text genommen. Inzwischen sind es 274 Werkspresets.
Der Test kam mit den Updates kaum hinterher
In der Anmerkung der Redaktion steht ein Satz, der uns geschmeichelt und gleichzeitig ein schlechtes Gewissen gemacht hat: Während der Testphase erschien Version 1.8, kurz nach Fertigstellung des Tests Version 2.0, und einen Tag vor Veröffentlichung dann 2.1. „Was für den AMAZONA-Test ein Albtraum ist, ist erfreulich für die Kunden, die sich so des fortwährenden Supports nach dem Kauf sicher sein können.“

Getestet wurde also der Stand um Version 1.8. Die Neuerungen aus 2.0 und 2.1 stehen im Artikel als Zusammenfassung, sind aber ausdrücklich nicht Teil der Wertung. Ein Update-Test ist angekündigt. Wer wissen will, was seitdem dazugekommen ist: der Performance-Tab mit acht Modi und 64 Pads, 64 Makros auf 51 Ziele, das klassische Accent-Verhalten über den TIMING-Schalter, 22 statt acht Skalen und die überarbeitete Pianorolle. Alle Updates sind für Besitzer kostenlos, die Seriennummer bleibt gültig.
Selbst ausprobieren
Der KA-303 kostet 69 Euro inklusive Mehrwertsteuer und läuft unter Windows, macOS und Linux als VST3, AU, CLAP und Standalone. Die kostenlose Demo gibt es auf der Produktseite, zusammen mit den Installern und den Handbüchern in Deutsch und Englisch: kreuzberg-audio.com/downloads/ka-303-acid-synthesizer
Großen Dank an Franz Kreimer für den ausführlichen Test, die zwölf Klangbeispiele und die Geduld mit einem Plugin, das während des Testens dreimal eine neue Version bekommen hat. Und Dank an die AMAZONA-Redaktion für die Berichterstattung.
Cheers,
Frank

