Der KA-303 ist ein Software-Synthesizer für den Sound, der Acid House, Acid Techno und Hard Acid erfunden hat. Squelchige, resonante, treibende Basslines, die seit den späten 80ern Dancefloors auf der ganzen Welt bewegen. Entwickelt für Produzenten, die genau diesen Sound in ihrer DAW brauchen. Ohne Kompromisse, ohne Umwege, ohne Hardware.
Den ausführlichen Test lesen → · Original bei Loop Rituals

Der KA-303 nimmt den Klang der legendären TB-303 als Ausgangspunkt und geht weit darüber hinaus. Eine vollständige Composing Engine für Acid-Patterns, ein komplettes Modulationssystem, vier Distortion-Modelle, eine Unison Engine mit bis zu sieben Stimmen und die Flavor Palette mit sieben fest verdrahteten Charakter-Engines machen aus dem KA-303 keinen Klon, sondern ein eigenständiges Instrument mit eigenem Charakter.
Die Flavor Palette: Ein Synth, sieben Instrumente

Sieben fest in den Signalweg verdrahtete DSP-Engines, von der trockenen 303 bis zur schreienden Sync-Wand. Der MODE-Selector ist kein Effekt-Karussell und keine Preset-Liste. Jeder Mode ist eine eigene Engine, und sie eskalieren: Jeder höhere Mode behält den Charakter darunter und legt genau eine neue Signature-Engine obendrauf. Du wählst keinen Sound, du wählst einen Charakter.
Original, die pure 303
Ein Oszillator, das 18 dB Diode-Ladder-Filter, Envelope und Accent. Trockener Squelch, knurrende Basslines, fetter Sub. Das Fundament, auf dem alle anderen Modes aufsetzen.
Angel Fish, inspiriert von Robin Whittles Devil Fish
Pre-Filter-Overdrive, audio-rate Filter-FM für metallische Screams auf den Accents und Hi Reso, eine Resonanz, die bis in die Selbstoszillation kippt. Das ist der aggressive Hardfloor-Acid: schreiende Leads, knallharte Accents, lange expressive Slides.
Stonefish, Sättigung mit Zähnen
Ein asymmetrischer tanh-Saturator, davor Venom als Drive, dahinter Howl. Von warmem Grit bis zur brutalen Sättigungswand, mit fetten geradzahligen Obertönen. Howl schiebt das Filter ins Singen, also selbstoszillierende Screamer und Inferno-Leads.
Sea Devil, Tiefe und Bewegung
Cavern öffnet einen gestimmten Resonanzraum, Abyss zieht mit einem Sub-Dive nach unten, und Tide legt eine langsam atmende Modulation darüber, bis zu zwei Takte und tempo-synct. Klingt hohl, kathedralengroß und abgrundtief. Gemacht für Dub-Bässe, Underwater-Pads und evolvierende Ambient-Acid-Texturen.
Lionfish, die sprechende 303
Drei parallele Formantfilter über einer Vokal-Tabelle. Spines stellt die Schärfe, Vowel morpht von Ooo über Aaa nach Eee, Motion bewegt den Mund auf jeder Note oder nur auf den Accents. Talking-Leads, Wah-Sweeps, choralartige Pads.
Dragonfish, die Scream Machine
Ein hart gesyncter Slave-Oszillator, der jede Note neu resettet und die klassischen reißenden Sync-Obertöne rausfeuert, sauber per PolyBLEP und Oversampling. Sweep zieht das Ratio über die Note, Bite legt Aggression drauf. Tearing Hard-Sync-Leads und industrielle Stabs.
Torpedo Ray, der Oberton-Fächer
Drei pitch-getrackte Resonatoren, die auf Quinte, Oktave und Duodezime über dem Grundton klingeln. Fan blendet die oberen Partials rein, Bloom dreht die Resonanz hoch für einen aufblühenden Ring. Harmonisch satte Stacked-Leads, orgel- und chorartige Töne, die den ganzen Mix füllen.
Sieben echte Instrumente in einer Stimme. Reinschalten und schrauben.
Modulation: Wenn die Acid-Line anfängt zu leben
Der neue MOD-Tab macht aus jedem statischen Patch eine bewegte Klangfläche. Weise fast jede Quelle auf fast jeden Regler zu, und der Sound fängt an zu atmen. Drei LFOs übernehmen die klassische zyklische Bewegung, von langsamen Filter-Sweeps über Wobble bis Tremolo. Zwei Modulations-Hüllkurven formen den Verlauf pro Note, inklusive echtem One-Shot-AD-Modus, der einzelne Noten perkussiv formt. Zwei frei zeichenbare Kurven lassen dich deine eigene Modulationsform von Hand skizzieren. Ein Step-Sequencer mit 1 bis 16 Steps legt rhythmische, pattern-gebundene Bewegung darüber. Vier Makro-Regler fassen ganze Parametergruppen unter einem Knopf zusammen. Und Performance-Quellen wie Velocity, Accent, Notenhöhe, Modwheel und Zufall lassen den Synth darauf reagieren, wie du spielst.
Das Zuweisen ist bewusst simpel: Rechtsklick auf einen beliebigen Regler, Quelle wählen, fertig. Ein farbiger Ring zeigt die Modulationstiefe direkt am Knopf, ein mitlaufender Punkt bewegt sich in Echtzeit mit, sodass du immer siehst, was gerade passiert. Jede Verschaltung wird mit deinem Preset und deinem Projekt gespeichert.
Und keine Sorge um deinen Bestand: Modulation bewegt nur, was du ihr zuweist. Alle bestehenden Patches klingen exakt wie vorher, das Update ändert an deinen Sounds nichts.
Circuit-Modeled auf Bauteilebene, nicht emuliert
Das Herzstück des KA-303 ist kein generisches Filtermodell, sondern eine detaillierte Nachbildung des originalen Diode-Ladder-Filters mit Zero-Delay-Feedback-Architektur, modelliert bis auf Bauteilebene. Vier kaskadierte Integratorstufen mit asymmetrischen Koeffizienten, Soft-Clipping-Sättigung nach 1S2473-Siliziumdioden, der originale 150-Hz-Hochpass im Feedback-Pfad. Das Ergebnis ist der fette, signalabhängige Squelch, den Transistor-Ladder-Designs schlicht nicht replizieren können.
Slide, Accent und der Gimmick Circuit sind ebenfalls auf Bauteilebene modelliert, inklusive des kondensatorbasierten Accent Sweeps, der sich über aufeinanderfolgende akzentierte Noten akkumuliert. Genau wie in der Hardware.
Waveform Morph: Der Sweet Spot zwischen Saw und Square

Jedes andere 303-Plugin zwingt dich zur Entscheidung: Saw oder Square. Der KA-303 nicht. Mit dem dedizierten MORPH-Knob blendest du stufenlos zwischen beiden Wellenformen. Bei 30 Prozent mit hoher Resonanz entstehen Klangfarben, die weder Saw noch Square alleine erreichen. Per MIDI CC automatisiert beginnen Basslines zu atmen und sich in Echtzeit weiterzuentwickeln.
Pulse Bias und Analog Drift: Authentische Square wie in der Hardware
Die echte TB-303 hat keinen dedizierten Square-Oszillator. Der Sägezahn wird über einen einzelnen Transistor geclippt, dessen Vbe-Bias und Bauteiltoleranzen für eine systematisch asymmetrische Rechteckwelle sorgen. Der Duty Cycle liegt typisch zwischen 46/54 und 48/52, die Übergänge sind weich statt scharf, und es entstehen gerade Harmonische, die einer idealen Square fehlen und mit der Filter-Resonanz hörbar anders interagieren. Genau das gibt der 303 ihren Charakter, und fast jede andere Emulation übergeht es.
Mit Pulse Bias verschiebst du den Schaltpunkt der Square bipolar. Nach links wird die Pulse breiter, der Sound fetter und hohler. Nach rechts schmaler, näselnder, dünner. Analog Drift schaltet zwischen Hard-Clip-Comparator für die saubere, moderne Square und einem BJT-Soft-Clip mit deterministischer Per-Voice-Bias-Variation. Jede Unison-Stimme bekommt einen leicht anderen Schaltpunkt, was einer kleinen Sammlung leicht unterschiedlich kalibrierter 303er klanglich sehr nahe kommt. Für den klassischen Acid-Charakter à la Josh Wink, Higher State of Consciousness: Drift an, Resonance hoch, Tube-Distortion an.
Vier Distortion-Modelle mit intelligenter Crossover-Logik
DS-1, Tube, Rat, Fuzz. Vier Modelle, jedes mit eigenem Charakter. Das Entscheidende passiert aber davor: Ein Pre-Distortion Crossover trennt das Signal auf. Der Sub-Bass bleibt sauber, nur der Mittenbereich läuft durch die Verzerrung. HP-Resonanz erzeugt den charakteristischen nasalen Growl, ENV>HP koppelt die Velocity an die Hochpassfrequenz für dynamisch reagierende Distortion. Von leichtem Crunch bis aggressivem Acid-Growl, ohne dass der Bass zusammenbricht.

Composing Engine: Acid-Basslines in Sekunden
Der integrierte Pattern-Editor wurde speziell für Acid-Basslines entwickelt. Ein intelligentes Noten-Grid lässt nur Töne zu, die in der gewählten Skala liegen. Falsche Noten sind schlicht nicht möglich. Slides und Accents sind direkt im Piano Roll sichtbar, ohne versteckte Menüs. 98 Factory-Patterns von Chicago Deep über Berlin Basement bis Final Boss liefern sofort Inspiration. Dazu Scramble, Mutate, Octave Jumps, Groove und Density als kreative Werkzeuge. In wenigen Klicks entsteht ein komplett neues Pattern, per MIDI Drag and Drop direkt in die DAW.

Dynamic Pattern Grid: Flexibel wie die Idee
Das Dynamic Pattern Grid erlaubt Patternlängen von 1 bis 32 Steps, frei einstellbar pro Pattern. Der entscheidende Trick: Patterns mit ungerader Länge, also 3, 5, 7 oder 11 Steps, laufen gegen den 4/4-Grid der DAW und erzeugen natürliche Verschiebungen, die sich über Takte aufbauen und wieder auflösen. Genau das ist der hypnotische Effekt, den Hardfloor und die frühen Acid-Produzenten zu ihrem Sound gemacht haben. Klassische 16-Step-Basslines funktionieren genauso, aber wer diesen lebendigen, sich ständig neu ausrichtenden Groove einmal kennt, will ihn nicht mehr missen.
Page System: Mehr als eine Bassline
Ein Pattern, mehrere Seiten. Das Page System legt innerhalb eines einzigen Patterns mehrere unabhängige Steps-Seiten an und verkettet sie. So entstehen längere Strukturen mit internen Variationen, ohne dass du mehrere Pattern-Slots brauchst. Verse, Fill, Chorus, alles in einem Pattern organisiert.
MIDI Import: Dein Material, die Power des KA-303
Bassline in der DAW skizziert oder ein altes MIDI-File auf der Festplatte? Einfach in den KA-303 ziehen. Die Noten landen sofort im Acid-Grid, und ab da übernimmt die Composing Engine. Scramble wirft das Pattern durcheinander, Mutate entwickelt es weiter, Slides und Accents lassen sich direkt setzen, Groove gibt dem Ganzen Leben. Was in der DAW mühsam Note für Note bearbeitet werden müsste, wird im KA-303 in Sekunden zum squelchenden Acid-Pattern.
Editor-Workflow: Auflösung, Lasso, Groove
Der Pattern-Editor arbeitet wahlweise mit 1/8-, 1/16- oder 1/32-Auflösung, von kurzen Staccato-Noten über dichte Triolen-Feels bis zum klassischen Acid-Timing-Raster. Noten markierst, verschiebst, kopierst und löschst du per Lasso-Auswahl, mit denselben Gesten, die du aus jedem Piano Roll kennst. Und die Groove Engine geht weit über einfachen Swing hinaus: Tight, Shuffle, Funk, Push und Laid Back verschieben Timing und Velocity jeweils auf ihre eigene Art, von minimalem Human Feel bis zu ausgeprägtem Pocket. Kombiniert mit Density und Mutate fühlen sich Basslines lebendig an.
SLIDE direkt aus dem Pattern
Zwischen BPM und LEN sitzt ein bipolarer Slide-Knob, der den Glide-Charakter direkt in der Composing-Ansicht steuert. Default 60 ms ist TB-303 authentic, ganz links 20 ms für schnelle, akzentuierte Slides, ganz rechts 360 ms für lange, gezogene Glides. Wirkt in beiden Modi und spiegelt den Slide-Parameter aus dem Angel-Fish-Tab, sodass beim Komponieren kein Tab-Wechsel nötig ist.
Zwei getrennte Preset-Welten
Sound-Presets und Pattern-Presets sind komplett unabhängig. 158 Factory-Sounds quer durch alle sieben Modes, von cleanem Sub bis zum Inferno-Lead, treffen auf 98 Pattern-Presets, zusammen 256 Presets ab Werk. Jeder der ursprünglichen Sounds hat jetzt einen „(modulated)“-Zwilling: dasselbe Fundament, aber in Bewegung. Langsame Filter-Sweeps, atmende Charakter-Parameter, lebende Räume, jeder einzelne per Ohr abgestimmt, langsam, smooth, nie nervös. In der Praxis heißt das: Pattern laufen lassen und dabei durch die Sounds klicken, dieselbe Bassline in völlig unterschiedlichen Klangfarben hören. Kein Neuaufbau, kein Verlust. Sound und Noten leben in zwei getrennten Welten und lassen sich frei kombinieren.
Unison Engine: Wenn es fett sein muss
Bis zu sieben vollständige Synthesizer-Stimmen, jede mit eigenem Filter, eigenen Hüllkurven und eigenem Slide-Prozessor. Stufenloser Detune und Stereo Spread. Von subtiler Verdickung mit zwei Voices bis zur massiven Wall of Sound mit sieben Voices und 30+ Cent Detune. Die automatische Gain-Kompensation hält den Pegel über alle Voice-Anzahlen konsistent.
Alles an Bord
Tempo-synchroner Stereo-Delay mit Crossfeed und Darkening-Filter. Reverb auf Basis des Signalsmith-Algorithmus mit Room Sizes von 0,3 bis 5 Sekunden. Ein Master Limiter als Brick-Wall Peak Limiter am Ausgang schützt vor Clipping, egal wie extrem Resonanz und Distortion aufgedreht werden. Bis zu 8x Oversampling für höchste Klangqualität, volles MIDI-CC-Mapping per Rechtsklick und MIDI Learn, Dark und Light Theme. Multi-Level-Undo/Redo in der Composing-Ansicht (Cmd+Z / Cmd+Shift+Z), fünf neue Modulationsziele im Pre-Distortion-Filter, Tooltips auf jedem Regler und eine aufgeräumte Tab-Reihenfolge (Sound, Modulation, Composing, Settings).
Jetzt auch als CLAP
Neben VST3, AU und Standalone läuft der KA-303 jetzt auch als CLAP, das offene Plugin-Format. Für alle, die in Bitwig, Reaper oder Studio One arbeiten, ist es ohne Umwege mit an Bord. Gleiche Engine, gleicher Sound, eine Option mehr.
Für wen ist der KA-303?
Für alle, die Acid ernst nehmen. Egal ob Acid House, Acid Techno, Hard Acid, Trance oder Hardtechno. Der KA-303 liefert den authentischen Sound mit modernen Werkzeugen. Wer Basslines baut, die squelchen, screamen und den Dancefloor bewegen sollen, ist hier richtig.
Vor dem Kauf testen
Nicht sicher? Kein Problem. Lade die kostenlose Demo herunter und teste den KA-303 in deiner DAW, mit allen Features und ohne Zeitlimit. Die einzige Einschränkung: alle 30 Sekunden wird kurz weißes Rauschen eingeblendet, und nach 30 Starts wird Audio stummgeschaltet. So probierst du Sound, Flavor Palette und alle Distortion-Modelle in Ruhe aus, bevor du dich entscheidest. Überzeugt dich der KA-303, aktivierst du einfach deinen Lizenzschlüssel und das Rauschen ist Geschichte.
Formate und Systeme
Formate: VST3, AU, CLAP, Standalone
Systeme:
- macOS 10.14 oder neuer, Intel und Apple Silicon
- Windows 10 64-bit oder neuer
- Linux x86_64
Die macOS-Version ist signiert und notariert, der Windows-Installer signiert.
Demo kostenlos. Vollversion 69,00 Euro inklusive 19 Prozent MwSt.
Lizenz-Informationen
Dieses Produkt enthält ein professionelles Lizenzsystem mit den folgenden Funktionen:
- Online-Aktivierung mit Hardware-Fingerprint
- Bis zu 3 Geräte-Aktivierungen inklusive
- Automatische Lizenz-Zustellung per E-Mail
- Kundenportal zur Lizenzverwaltung
Nach dem Kauf erhältst du deine Lizenz-Seriennummer innerhalb weniger Minuten per E-Mail.

