KA-303 Acid-Synthesizer

KA-303 Acid Synthesizer Plugin Box - Kreuzberg Audio

Der KA-303 ist ein Software-Synthesizer für den Sound, der Acid House, Acid Techno und Hard Acid erfunden hat. Squelchige, resonante, treibende Basslines, die seit den späten 80ern Dancefloors auf der ganzen Welt bewegen. Entwickelt für Produzenten, die genau diesen Sound in ihrer DAW brauchen. Ohne Kompromisse, ohne Umwege, ohne Hardware.

⭐ 4,5 / 5 bei Loop Rituals: “KA-303 macht vor allem in Kombination mit dem Verzerrer ordentlich Alarm.”
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⭐ 4,2 / 5 bei AMAZONA.de: “Von mir gibt’s hier eine klare Kaufempfehlung.”
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⭐ 4 / 5 bei bonedo: “Der Kreuzberg Audio KA-303 erweist sich als überzeugender TB-303-Klon.”
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KA-303 2.4 Sound Engine: CUTOFF, RESO, ENV MOD, DECAY und ACCENT, darunter Distortion, Delay, Reverb, Unison und Master mit CIRCUIT und TIMING

KA-303 – The Acid Synthesizer from Berlin | Circuit-Modeled | VST3/AU/Standalone

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Der KA-303 nimmt den Klang der legendären 303 als Ausgangspunkt und geht weit darüber hinaus. Eine vollständige Composing Engine für Acid-Patterns, ein komplettes Modulationssystem mit 64 Makros, ein Performance-Tab mit acht Pad-Modi, vier Distortion-Modelle, eine Unison Engine mit bis zu sieben Stimmen, die Schalter CIRCUIT und TIMING zwischen moderner und originaler Hüllkurven-Verdrahtung und die Flavor Palette mit acht fest verdrahteten Charakter-Engines machen aus dem KA-303 keinen Klon, sondern ein eigenständiges Instrument mit eigenem Charakter.

KA-303 Sound Demo | Pure Acid, No Talking | VST3/AU/Standalone

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Die Flavor Palette: Ein Synth, acht Instrumente

Dieselbe Bassline, nacheinander durch die Modi. Mit Ton ansehen.

Acht fest in den Signalweg verdrahtete DSP-Engines, von der trockenen 303 bis zur schreienden Sync-Wand. Der MODE-Selector ist kein Effekt-Karussell und keine Preset-Liste. Jeder Mode ist eine eigene Engine, und sie eskalieren: Jeder höhere Mode behält den Charakter darunter und legt genau eine neue Signature-Engine obendrauf. Du wählst keinen Sound, du wählst einen Charakter.

Standard, die pure 303

Ein Oszillator, das 18 dB Diode-Ladder-Filter, Envelope und Accent. Trockener Squelch, knurrende Basslines, fetter Sub. Das Fundament, auf dem alle anderen Modes aufsetzen.

Angel Fish, inspiriert von Robin Whittles Devil Fish

Pre-Filter-Overdrive, audio-rate Filter-FM für metallische Screams auf den Accents und Hi Reso, eine Resonanz, die bis in die Selbstoszillation kippt. Das ist aggressiver Acid: schreiende Leads, knallharte Accents, lange expressive Slides.

Stonefish, Sättigung mit Zähnen

Ein asymmetrischer tanh-Saturator, davor Venom als Drive, dahinter Howl. Von warmem Grit bis zur brutalen Sättigungswand, mit fetten geradzahligen Obertönen. Howl schiebt das Filter ins Singen, also selbstoszillierende Screamer und Inferno-Leads.

Sea Devil, Tiefe und Bewegung

Cavern öffnet einen gestimmten Resonanzraum, Abyss zieht mit einem Sub-Dive nach unten, und Tide legt eine langsam atmende Modulation darüber, bis zu zwei Takte und tempo-synct. Klingt hohl, kathedralengroß und abgrundtief. Gemacht für Dub-Bässe, Underwater-Pads und evolvierende Ambient-Acid-Texturen.

Lionfish, die sprechende 303

Drei parallele Formantfilter über einer Vokal-Tabelle. Spines stellt die Schärfe, Vowel morpht von Ooo über Aaa nach Eee, Motion bewegt den Mund auf jeder Note oder nur auf den Accents. Talking-Leads, Wah-Sweeps, choralartige Pads.

Dragonfish, die Scream Machine

Ein hart gesyncter Slave-Oszillator, der jede Note neu resettet und die klassischen reißenden Sync-Obertöne rausfeuert, sauber per PolyBLEP und Oversampling. Sweep zieht das Ratio über die Note, Bite legt Aggression drauf. Tearing Hard-Sync-Leads und industrielle Stabs.

Torpedo Ray, der Oberton-Fächer

Drei pitch-getrackte Resonatoren, die auf Quinte, Oktave und Duodezime über dem Grundton klingeln. Fan blendet die oberen Partials rein, Bloom dreht die Resonanz hoch für einen aufblühenden Ring. Harmonisch satte Stacked-Leads, orgel- und chorartige Töne, die den ganzen Mix füllen.

Acht echte Instrumente in einer Stimme. Reinschalten und schrauben.

Angel Fish II: Der Angel Fish am Limit

Der Star ist Angel Fish II: der Angel Fish, aber mit jeder Modulation bis ans Limit getrieben. Gleiche Regler, gleiche Preset-Kompatibilität, nur liest die Engine jetzt jeden Wert deutlich brutaler.

  • Overdrive schiebt jetzt bis zu rund 41-fachen Gain mit bissigem Wavefold-Charakter, von grindig bis komplett brüllend, und wird dabei nie leiser, je weiter du aufdrehst.
  • Hi Reso plus Resonance kippt in tonale, singende Screams: Der Reso-Regler wird zur Scream-Kontrolle.
  • Filter FM öffnet das Filter auf Audiorate: metallischer Shriek plus Brillanz, bis zu etwa +1,3 Oktaven.
  • Accent bellt härter: ein schnellerer Sweep-Kick und ein deutlich heißerer Punch.

Du findest ihn im MODE-Menü direkt nach „Angel Fish“. Das Panel färbt sich orange und zeigt „ANGEL FISH II MOD“. Am schnellsten hörst du den Unterschied, wenn du bei gleichen Reglerstellungen zwischen Angel Fish und Angel Fish II umschaltest.

Dazu gibt es eine frische Ladung Sounds, jeder mit einem „(modulated)“-Zwilling: Hellfire Bass · Volcanic Scream · Rabid Fish · Molten Lead · Inferno Squelch · Savage Stab · Napalm Groove · Apex Predator.

Modulation: Wenn die Acid-Line anfängt zu leben

Der neue MOD-Tab macht aus jedem statischen Patch eine bewegte Klangfläche. Weise fast jede Quelle auf fast jeden Regler zu, und der Sound fängt an zu atmen. Drei LFOs übernehmen die klassische zyklische Bewegung, von langsamen Filter-Sweeps über Wobble bis Tremolo. Zwei Modulations-Hüllkurven formen den Verlauf pro Note, inklusive echtem One-Shot-AD-Modus, der einzelne Noten perkussiv formt. Zwei frei zeichenbare Kurven lassen dich deine eigene Modulationsform von Hand skizzieren. Ein Step-Sequencer mit 1 bis 16 Steps legt rhythmische, pattern-gebundene Bewegung darüber. 64 Makros im Performance-Tab fassen ganze Parametergruppen unter einem Regler zusammen. Und Performance-Quellen wie Velocity, Accent, Notenhöhe, Modwheel, Zufall und seit 2.4 auch Aftertouch lassen den Synth darauf reagieren, wie du spielst.

Zuweisen per Rechtsklick, vom ersten LFO bis zum fertigen Preset.

Zugewiesen wird per Rechtsklick direkt auf den Ziel-Regler. Der Ring um den Regler zeigt anschließend die Modulationstiefe und lässt sich mit der Maus aufziehen, ohne dass du den MOD-Tab dafür öffnen musst. Seit 2.0 zeigt eine Zuweisungs-Leiste über dem Tab-Inhalt auf jedem Tab, dass du gerade zuweist, ein Klick darauf oder Escape beendet den Modus.

KA-303 2.4 Modulation-Tab mit drei LFOs, zwei Hüllkurven, zwei frei zeichenbaren Kurven, Step-Sequencer, Makros und der Liste der Zuweisungen
Der Modulation-Tab: drei LFOs, zwei Hüllkurven, zwei frei zeichenbare Kurven, ein Step-Sequencer mit bis zu 16 Steps und darunter die Liste der Zuweisungen von Quelle auf Ziel. Die 64 Makros liegen seit 2.0 als Raster im Performance-Tab.

Das Zuweisen ist bewusst simpel: Rechtsklick auf einen beliebigen Regler, Quelle wählen, fertig. Ein farbiger Ring zeigt die Modulationstiefe direkt am Knopf, ein mitlaufender Punkt bewegt sich in Echtzeit mit, sodass du immer siehst, was gerade passiert. Jede Verschaltung wird mit deinem Preset und deinem Projekt gespeichert.

Und keine Sorge um deinen Bestand: Modulation bewegt nur, was du ihr zuweist. Alle bestehenden Patches klingen exakt wie vorher, das Update ändert an deinen Sounds nichts.

Performance-Tab: 64 Pads, acht Modi gleichzeitig

KA-303 2.4 Performance-Tab: oben die acht Pattern-Pads, darunter die Pad-Modi ROLL bis TRANS mit ihren Werten, das Makro-Raster und rechts oben INSTANT SWAP
Die 8×8-Ansicht seit 2.1: acht Modi übereinander, je acht Pads, und sie spielen zusammen. Darunter das Makro-Raster.
Der Performance-Tab, live gespielt.

Der Performance-Tab ist der Tab für das Spiel mit der Hand, gebaut nach dem Vorbild der Pad-Modi eines DJ-Players. Acht Modi, je acht feste Werte: acht Ziele nebeneinander statt eines Menüs, das du mitten im Takt aufziehen müsstest. Seit 2.1 stehen mit EXPAND alle acht Modi gleichzeitig da, als Matrix aus 64 Pads, und sie spielen zusammen: GATE schneidet, während ROLL wiederholt, während TRANS transponiert. COLLAPSE klappt die Matrix wieder zu. Ein gehaltenes Pad überschreibt den Wert und schreibt ihn nicht. Beim Loslassen steht jeder Regler da, wo er vorher stand, und ROLL, SLICER und RESTART lassen das Pattern sample-genau dort weiterlaufen, wo es ohne dich stünde. SHIFT-Klick rastet ein Pad ein, je Reihe höchstens eines, und ein gehaltenes Pad hat Vorrang, solange du hältst. Jede der 64 Kacheln hat einen eigenen Parameter und einen eigenen MIDI-Learn. Ein Controller liegt damit in einem Rutsch über die ganze Matrix, statt nur über die Reihe, die gerade gewählt ist. Ein Taster auf dem Controller wählt eine Reihe direkt an, acht Taster auf acht CCs sind acht feste Reihen. Ein Pad-Mapping aus 2.0 gilt weiter und folgt wie bisher der Reihe, die du wählst, und alle 274 Werkspresets und gespeicherten Projekte klingen unverändert.

  • ROLL: Beat-Repeat. Acht Fensterlängen von 1/2 bis 1/64T, per Pfeil verschiebbar. Gehalten und nach rechts gewandert ergibt den Aufbau vor dem Drop.
  • SLICER: die Phrase in acht Scheiben, ein Druck springt hin. Ein zweiter Klick auf den Umschalter macht daraus Slicer Loop. ROLL und SLICER verschachteln sich: Ein Roll, der kürzer ist als die Scheibe, wiederholt ihren Anfang, ein längerer weitet sie zur Schleife über die Nachbarscheiben.
  • GATE: acht Torraten von 1/4 bis 1/64 auf dem fertigen Mix, hinter Delay und Hall. Der einzige Modus, der auch Echo- und Hallfahnen schneidet, und der einzige, der bei stehendem Sequencer wirkt.
  • RESTART: Pattern auf Schritt 1, sofort oder quantisiert auf 1/4 bis 16 Beats.
  • BUMP: acht absolute Cutoff-Werte von 80 Hz bis 10 kHz.
  • ACCENT: acht Accent-Muster (jede Note, 1/8, 1/4, 1/2, 1/1, jeder dritte Step, Offbeats, Zufall), per Pfeil acht Stärken.
  • ECHO: der DJ-Throw. Acht Delay-Teilungen von 1/2 bis 1/32, hörbar auch auf einem Preset ohne Delay.
  • TRANS: die Sequencer-Noten um -12, -7, -5, -3, +3, +5, +7 oder +12 Halbtöne verschoben, solange du hältst.

Seit 2.4 sitzt über den Action-Pads eine eigene Reihe mit acht Pattern-Pads. Im Composing-Tab legst du mit PAD das geladene Pattern-Preset auf eines davon, im Performance-Tab wechselt ein Druck die Bassline am Ende des laufenden Durchlaufs, und das Pad blinkt, bis es so weit ist. Mit INSTANT SWAP wechselt sie sofort an der Stelle des Playheads, etwa genau auf den Snare-Schlag. Der Schalter ist automatisierbar und wird im Projekt gespeichert. MIDI Learn nimmt jetzt auch Noten an, damit liegen alle Pads direkt auf den Pads eines Controllers.

Unter den Pads liegen 64 Makros als Raster, 32 je Seite oder alle 64 auf einmal. Ein Makro ist ein zweiter Regler für dieselbe Sache, kein Modulator: Seine Stellung ist der Wert seiner Ziele, und es läuft mit, wenn du das Ziel selbst anfasst. Seit 2.3 trägt jede Zuweisung ihren eigenen Weg mit Vorzeichen. Beim Anlegen bleibt das Ziel stehen, wo es ist, und das Makro fährt von dort bis zum weiter entfernten Anschlag. In der MOD-Ansicht stellst du den Weg ein, auch negativ, und baust so einen Regler, der den Cutoff öffnet und dabei die Resonanz zurücknimmt. Klick auf den Namen, dann auf die Zielregler in jedem Tab, fertig. Die Belegung gehört zum Sound und kennt den Mode, ein Angel-Fish-Preset zeigt die Angel-Fish-Ziele. HOLD friert das Griffbild ein, während du Sounds durchblätterst, und eigene Layouts speicherst du als Performance-Presets. USED blendet jedes Makro aus, das keine Zuweisung hat. Mit der Werksbelegung im Standard-Modus sind das 32 Zellen statt 44.

Circuit-Modeled auf Bauteilebene, nicht emuliert

Das Herzstück des KA-303 ist kein generisches Filtermodell, sondern eine detaillierte Nachbildung des originalen Diode-Ladder-Filters mit Zero-Delay-Feedback-Architektur, modelliert bis auf Bauteilebene. Vier kaskadierte Integratorstufen mit asymmetrischen Koeffizienten, Soft-Clipping-Sättigung nach 1S2473-Siliziumdioden, der originale 150-Hz-Hochpass im Feedback-Pfad. Das Ergebnis ist der fette, signalabhängige Squelch, den Transistor-Ladder-Designs schlicht nicht replizieren können.

Slide, Accent und der Gimmick Circuit sind ebenfalls auf Bauteilebene modelliert, inklusive des kondensatorbasierten Accent Sweeps, der sich über aufeinanderfolgende akzentierte Noten akkumuliert. Genau wie in der Hardware.

CIRCUIT: Modern oder Vintage

Im MASTER-Bereich, direkt unter MODE, sitzt ein zweiter Selektor: CIRCUIT. Er entscheidet, nach welcher Verdrahtung Hüllkurve und Accent arbeiten. Modern ist der Klang, den du kennst, und bleibt die Voreinstellung. Vintage schaltet auf das dokumentierte Verhalten der Originalschaltung um.

  • Die Filter-Hüllkurve formt die Lautstärke nur noch auf akzentuierten Noten. In Modern blutet sie in jede Note hinein.
  • Ein Accent verkürzt die Filterfahrt, statt sie zu dehnen. Akzentuierte Noten schnappen zu, die unakzentuierten behalten den langen Bogen.
  • Die Note hört auf, wenn du sie loslässt. Nach dem Note-Off klingt nichts mehr nach.

Das ist nicht ein anderes Preset, das ist ein anderes Instrument. Mit einem Sequencer davor übernimmt der Accent plötzlich die halbe Arbeit: Er setzt nicht mehr nur Betonungen, er formt den Rhythmus der Filterfahrt gleich mit.

CIRCUIT wirkt in allen acht Modes und wird mit dem Preset und dem Projekt gespeichert. Der schnellste Einstieg: „303 Basic“ laden, dann „303 Basic Vintage“. Beide sind bis auf den Schalter identisch, alles was du hörst, kommt von CIRCUIT.

Dazu kommen 50 neue Presets, die Bank wächst von 175 auf 225. Ground liefert elf Bässe mit schwerem Fundament, gebaut um den Hochpass vor der Distortion und die Wellenformung. Vintage bringt 22 Squelch-, Lead- und Stab-Sounds, die sich in der Form der Filterfahrt unterscheiden statt nur im Cutoff. Fossil legt die neue Schaltung mit elf Patches unter die Charakter-Engines, wo sie bisher nirgends zu hören war. Die restlichen sechs sind exakte Gegenstücke bestehender Sounds, gedacht für das direkte A/B zwischen Modern und Vintage bei identischen Einstellungen.

Und wie beim Modulationssystem gilt: Init setzt CIRCUIT auf Modern zurück, alle neuen Presets sind hinten angehängt. Kein bestehendes Preset und kein gespeichertes Projekt klingt anders als vorher.

TIMING: Modern oder Classic

Direkt unter CIRCUIT sitzt seit 2.0 ein dritter Schalter: TIMING. CIRCUIT sagt, wie Hüllkurve und Accent verdrahtet sind, TIMING sagt, wie schnell sie laufen. Modern ist der Auslieferungsklang und die Vorgabe. Seit 2.4 laden die elf Ground-Bässe und die elf Fossil-Presets selbst auf Classic, mit ihren modulierten Zwillingen 44 der 274 Werkspresets. Classic folgt der Referenzmessung an der Originalschaltung: Der Accent lädt mit einem Zehntel der Zeitkonstante, die Spitze steht nach 47 statt 141 ms, und der Hub beträgt 2,9 statt 1,2 Oktaven. Bei einer 16tel-Note lag die Spitze bisher genau im Moment des Note-Off, der Einschlag kam also, wenn die Note schon vorbei war. In Vintage hält eine Note außerdem 8 ms ihren Pegel, bevor sie fällt, statt nach 8 ms schon 30 dB unten zu stehen. Beide Schalter lassen sich frei kombinieren, TIMING wird im Preset gespeichert und ist automatisierbar.

MODE, CIRCUIT und der neue TIMING-Schalter in der Master-Sektion des KA-303

Waveform Morph: Der Sweet Spot zwischen Saw und Square

WAVEFORM-Auswahl und MORPH-Regler des KA-303 mit der Wellenform-Anzeige

Jedes andere 303-Plugin zwingt dich zur Entscheidung: Saw oder Square. Der KA-303 nicht. Mit dem dedizierten MORPH-Knob blendest du stufenlos zwischen beiden Wellenformen. Bei 30 Prozent mit hoher Resonanz entstehen Klangfarben, die weder Saw noch Square alleine erreichen. Per MIDI CC automatisiert beginnen Basslines zu atmen und sich in Echtzeit weiterzuentwickeln.

Pulse Bias und Analog Drift: Authentische Square wie in der Hardware

Die originale 303 hat keinen dedizierten Square-Oszillator. Der Sägezahn wird über einen einzelnen Transistor geclippt, dessen Vbe-Bias und Bauteiltoleranzen für eine systematisch asymmetrische Rechteckwelle sorgen. Der Duty Cycle liegt typisch zwischen 46/54 und 48/52, die Übergänge sind weich statt scharf, und es entstehen gerade Harmonische, die einer idealen Square fehlen und mit der Filter-Resonanz hörbar anders interagieren. Genau das gibt der 303 ihren Charakter, und fast jede andere Emulation übergeht es.

Mit Pulse Bias verschiebst du den Schaltpunkt der Square bipolar. Nach links wird die Pulse breiter, der Sound fetter und hohler. Nach rechts schmaler, näselnder, dünner. Analog Drift schaltet zwischen Hard-Clip-Comparator für die saubere, moderne Square und einem BJT-Soft-Clip mit deterministischer Per-Voice-Bias-Variation. Jede Unison-Stimme bekommt einen leicht anderen Schaltpunkt, was einer kleinen Sammlung leicht unterschiedlich kalibrierter 303er klanglich sehr nahe kommt. Für den klassischen Acid-Charakter der Neunziger: Drift an, Resonance hoch, Tube-Distortion an.

SEMI, MICRO und ein Cutoff bis 60 Hz

Zwei neue Regler in der Wellenform-Spalte stimmen den Oszillator: SEMI in ganzen Halbtönen von -24 bis +24, MICRO stufenlos in Cent bis plus/minus 50. SEMI ist bewusst stufig, stufenlos über vier Oktaven trifft man die Quinte nie. Beide gehören zum Klang und werden im Preset gespeichert, anders als Master Tune, der Kammerton der Maschine in den Settings. Beide wirken auch auf extern gespieltes MIDI. Und MORPH, BIAS, SEMI und MICRO zeigen ihren Wert jetzt als Zahl unter dem Regler.

CUTOFF reicht jetzt bis 60 Hz hinunter statt bis 200 Hz, so weit, wie das Filter schon immer konnte. Drei Werkspresets forderten Werte darunter und wurden bisher still auf 200 Hz geklemmt: Deep Sub, Venom Sub und Abyss Sub klingen jetzt so tief, wie ihr Name verspricht.

Die Regler SEMI und MICRO in der Wellenform-Spalte des KA-303

Vier Distortion-Modelle mit intelligenter Crossover-Logik

DS-1, Tube, Rat, Fuzz. Vier Modelle, jedes mit eigenem Charakter. Das Entscheidende passiert aber davor: Ein Pre-Distortion Crossover trennt das Signal auf. Der Sub-Bass bleibt sauber, nur der Mittenbereich läuft durch die Verzerrung. HP-Resonanz erzeugt den charakteristischen nasalen Growl, ENV>HP koppelt die Velocity an die Hochpassfrequenz für dynamisch reagierende Distortion. Von leichtem Crunch bis aggressivem Acid-Growl, ohne dass der Bass zusammenbricht.

Distortion-Sektion des KA-303 mit MODEL, DRIVE, TONE, MIX, PRE HP, HP RESO, FOCUS, ENV>HP, X-OVER und X-MIX

Composing Engine: Acid-Basslines in Sekunden

Der integrierte Pattern-Editor wurde speziell für Acid-Basslines entwickelt. Ein intelligentes Noten-Grid hält deine Eingaben in der gewählten Skala, solange du es möchtest, denn mit dem SNAP-Schalter gibst du Tonhöhe und Zeit jederzeit frei, und der Rasterknopf gibt allein die Waagerechte frei, wahlweise in Triolen oder gar nicht: 1/8, 1/8T, 1/16, 1/16T, 1/32 und OFF. Zur Wahl stehen 22 Skalen von zwei bis zwölf Tönen. Zu den acht bisherigen kommen Minor Pentatonic, Blues, Harmonic Minor, Phrygian Dominant, Major Pentatonic, Lydian Dominant, Melodic Minor, Whole Tone, Half-Whole Dim., Hungarian Minor, Hirajoshi, Double Harmonic, In-Sen und Fifth. Die neuen Skalen sind hinten angehängt, ein älteres Pattern bleibt deshalb auf seiner Skala, und an den bisherigen acht bewegt sich kein einziger Ton. Eine Klaviatur mit weißen und schwarzen Tasten am linken Rand sagt dir, welche Zeile welcher Ton ist. Slides und Accents sind direkt im Piano Roll sichtbar, ohne versteckte Menüs. 98 Factory-Patterns von Chicago Deep über Berlin Basement bis Final Boss liefern sofort Inspiration. Dazu Scramble, Mutate, Octave Jumps, Groove und Density als kreative Werkzeuge. In wenigen Klicks entsteht ein komplett neues Pattern, per MIDI Drag and Drop direkt in die DAW.

Die Composing Engine in fünf Schritten.
KA-303 2.4 Composing-Tab: Piano Roll mit Klaviatur, Skala, Variation, Rhythmus, Accent und Slide, unten Stift und Auswahlrechteck neben SNAP

Dynamic Pattern Grid: Flexibel wie die Idee

Das Dynamic Pattern Grid erlaubt Patternlängen von 1 bis 64 Steps, frei einstellbar pro Pattern. Der entscheidende Trick: Patterns mit ungerader Länge, also 3, 5, 7 oder 11 Steps, laufen gegen den 4/4-Grid der DAW und erzeugen natürliche Verschiebungen, die sich über Takte aufbauen und wieder auflösen. Genau das ist der hypnotische Effekt, den die frühen Acid-Produzenten zu ihrem Sound gemacht haben. Klassische 16-Step-Basslines funktionieren genauso, aber wer diesen lebendigen, sich ständig neu ausrichtenden Groove einmal kennt, will ihn nicht mehr missen.

Page System: Mehr als eine Bassline

Ein Pattern, mehrere Seiten. Das Page System legt innerhalb eines einzigen Patterns mehrere unabhängige Steps-Seiten an und verkettet sie. So entstehen längere Strukturen mit internen Variationen, ohne dass du mehrere Pattern-Slots brauchst. Verse, Fill, Chorus, alles in einem Pattern organisiert.

MIDI Import: Dein Material, die Power des KA-303

Bassline in der DAW skizziert oder ein altes MIDI-File auf der Festplatte? Einfach in den KA-303 ziehen. Die Noten landen sofort im Acid-Grid, und ab da übernimmt die Composing Engine. Scramble wirft das Pattern durcheinander, Mutate entwickelt es weiter, Slides und Accents lassen sich direkt setzen, Groove gibt dem Ganzen Leben. Was in der DAW mühsam Note für Note bearbeitet werden müsste, wird im KA-303 in Sekunden zum squelchenden Acid-Pattern.

Editor-Workflow: Auflösung, Lasso, Groove

Der Pattern-Editor arbeitet wahlweise mit 1/8-, 1/16- oder 1/32-Auflösung, von kurzen Staccato-Noten über dichte Triolen-Feels bis zum klassischen Acid-Timing-Raster. Noten markierst, verschiebst, kopierst und löschst du per Lasso-Auswahl, mit denselben Gesten, die du aus jedem Piano Roll kennst. Und die Groove-Auswahl geht über einfachen Swing hinaus: 8th Triplet und 16th Triplet legen die Noten auf ein Triolenraster, 8th Shuffle und 16th Shuffle ziehen jede zweite Note nach hinten, und Hard Swing schiebt sie bis zum punktierten Feel. Straight lässt das Timing, wie es ist. Kombiniert mit Density und Mutate fühlen sich Basslines lebendig an. MINUS bei 100 Prozent Zoom schaltet auf FIT und zeigt das ganze Pattern auf einmal, über alle Seiten. LEN lässt sich seit 2.3 auf einen Controller legen.

Ob die Skala dabei führt, entscheidest du selbst. Der SNAP-Schalter neben den Werkzeugen Stift und Auswahlrechteck bestimmt, ob gezeichnete Noten auf die gewählte Skala einrasten oder frei liegen bleiben. Ist SNAP aus, werden die eingefärbten Zeilen zur Orientierungshilfe statt zur Grenze, und Halbtonschritte sind überall möglich. Mit gedrückter Alt-Taste kehrst du die Einstellung für eine einzelne Eingabe um, in beide Richtungen. Die SEMI-Tasten folgen derselben Regel: eine Skalenstufe bei eingeschaltetem SNAP, ein echter Halbton bei ausgeschaltetem. Und ein Wechsel der Skala transponiert deine Melodie in den neuen Modus, statt sie zu verstimmen.

SLIDE direkt aus dem Pattern

Zwischen BPM und LEN sitzt ein bipolarer Slide-Knob, der den Glide-Charakter direkt in der Composing-Ansicht steuert. Default 60 ms entspricht dem Original, ganz links 20 ms für schnelle, akzentuierte Slides, ganz rechts 360 ms für lange, gezogene Glides. Wirkt in jedem Mode und ist derselbe Parameter wie SLIDE im Angel-Fish-Tab, sodass beim Komponieren kein Tab-Wechsel nötig ist.

Zwei getrennte Preset-Welten

Sound-Presets und Pattern-Presets sind komplett unabhängig. 274 Factory-Sounds quer durch alle acht Modes, von cleanem Sub bis zum Inferno-Lead, treffen auf 98 Pattern-Presets, zusammen 372 Presets ab Werk. Jeder der ursprünglichen Sounds hat einen „(modulated)”-Zwilling: dasselbe Fundament, aber in Bewegung. Langsame Filter-Sweeps, atmende Charakter-Parameter, lebende Räume, jeder einzelne per Ohr abgestimmt, langsam, smooth, nie nervös. In der Praxis heißt das: Pattern laufen lassen und dabei durch die Sounds klicken, dieselbe Bassline in völlig unterschiedlichen Klangfarben hören. Kein Neuaufbau, kein Verlust. Sound und Noten leben in zwei getrennten Welten und lassen sich frei kombinieren. Die Sounds stehen in acht Gruppen nach Mode, und ein Filter grenzt die Liste nach Mode, Circuit, Timing und Modulation ein, zusammen mit der Namenssuche: Aus 274 Einträgen werden mit dem Suchwort acid 20.

Unison Engine: Wenn es fett sein muss

Bis zu sieben vollständige Synthesizer-Stimmen, jede mit eigenem Filter, eigenen Hüllkurven und eigenem Slide-Prozessor. Stufenloser Detune und Stereo Spread. Von subtiler Verdickung mit zwei Voices bis zur massiven Wall of Sound mit sieben Voices und 30+ Cent Detune. Die automatische Gain-Kompensation hält den Pegel über alle Voice-Anzahlen konsistent.

Alles an Bord

Tempo-synchroner Stereo-Delay mit Crossfeed und Darkening-Filter. Reverb auf Basis des Signalsmith-Algorithmus mit Room Sizes von 0,3 bis 5 Sekunden. Beide mit ACCENT ONLY: Der ACC-Regler entscheidet, ob nur akzentuierte Noten ins Echo und in den Hall gehen, während die leisen trocken durchlaufen, auf null ist alles wie vorher. Seit 2.2 haben Delay und Hall einen Bypass, der eine laufende Fahne ausklingen lässt, statt sie abzuschneiden. Ein Master Limiter als Brick-Wall Peak Limiter am Ausgang schützt vor Clipping, egal wie extrem Resonanz und Distortion aufgedreht werden. Bis zu 8x Oversampling für höchste Klangqualität, volles MIDI-CC-Mapping per Rechtsklick und MIDI Learn mit Soft Takeover, damit ein Hardware-Regler den Klang nicht umwirft, und einer Übersicht aller belegten CCs in jedem MIDI-Menü, Dark und Light Theme, umschaltbar in den Settings. Multi-Level-Undo/Redo in der Composing-Ansicht (Cmd+Z / Cmd+Shift+Z), fünf neue Modulationsziele im Pre-Distortion-Filter, Tooltips auf jedem Regler und eine aufgeräumte Tab-Reihenfolge (Sound, Modulation, Composing, Performance, Settings). Wer immer auf 432 Hz arbeitet oder den Limiter grundsätzlich auf minus 1 dB stellt, speichert Master Tune und Ceiling per Klick als eigenen Standard: jede neue Instanz startet dann mit diesen Werten, während gespeicherte Projekte ihre eigenen behalten.

Jetzt auch als CLAP

Neben VST3, AU und Standalone läuft der KA-303 jetzt auch als CLAP, das offene Plugin-Format. Für alle, die in Bitwig, Reaper oder Studio One arbeiten, ist es ohne Umwege mit an Bord. Gleiche Engine, gleicher Sound, eine Option mehr.

Für wen ist der KA-303?

Für alle, die Acid ernst nehmen. Egal ob Acid House, Acid Techno, Hard Acid, Trance oder Hardtechno. Der KA-303 liefert den authentischen Sound mit modernen Werkzeugen. Wer Basslines baut, die squelchen, screamen und den Dancefloor bewegen sollen, ist hier richtig.

KA-303 v1.2.0 Update | 64-Step Patterns, MIDI Import, Page System, Lasso Selection & More

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Vor dem Kauf testen

Nicht sicher? Kein Problem. Lade die kostenlose Demo herunter und teste den KA-303 in deiner DAW, mit allen Features. Die Demo hat zwei Grenzen: einmal pro Minute werden drei Sekunden weißes Rauschen eingeblendet, und nach 30 Starts bleibt sie stumm. So probierst du Sound, Flavor Palette und alle Distortion-Modelle in Ruhe aus, bevor du dich entscheidest. Überzeugt dich der KA-303, aktivierst du einfach deinen Lizenzschlüssel, und beide Grenzen fallen weg.

Formate und Systeme

Formate: VST3, AU, CLAP, Standalone

Systeme:

  • macOS 11.0 oder neuer, Intel und Apple Silicon
  • Windows 10 64-bit oder neuer
  • Linux x86_64

Die macOS-Version ist signiert und notariert, der Windows-Installer signiert.

Demo kostenlos. Vollversion 69,00 Euro inklusive 19 Prozent MwSt.

Formate
VST3, AU, CLAP, Standalone
Systeme
  • macOS 11.0 oder neuer, Intel und Apple Silicon
  • Windows 10 64-bit oder neuer
  • Linux x86_64
Demo
Alle Funktionen. Einmal pro Minute drei Sekunden Rauschen, nach 30 Starts stumm.
Lizenz
Eine Seriennummer für bis zu drei Rechner.

Lizenz-Informationen

Dieses Produkt enthält ein professionelles Lizenzsystem mit den folgenden Funktionen:

  • Online-Aktivierung mit Hardware-Fingerprint
  • Bis zu 3 Geräte-Aktivierungen inklusive
  • Automatische Lizenz-Zustellung per E-Mail
  • Kundenportal zur Lizenzverwaltung

Nach dem Kauf erhältst du deine Lizenz-Seriennummer innerhalb weniger Minuten per E-Mail.

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