STAFFEL: Kreativ-Filter & IMPRINT Resonator

STAFFEL Plugin

Zwei Filter, vierzehn Übergaben. Modulation für Bässe und Leads, die es so noch nicht gab.

Der Weg zwischen zwei Filtern

Der Filter-Sweep in den Drop. Der Hochpass, der im Breakdown den Bass wegnimmt und ihn beim Drop zurückgibt. Die Acid-Line, deren Cutoff über acht Takte aufmacht. Jeder Track im Club hat das, und jeder Producer kann es. Genau deshalb klingt es inzwischen überall gleich: ein Filter, ein Cutoff, rauf und wieder runter.

Wer mehr will, baut sich einen Wolf. Zwei Filter parallel, eine Überblendung automatisiert, und am Ende addieren sich zwei fertige Klänge. Oder ein Filter mit Morph-Regler, dessen Zwischenstellungen nach nichts klingen, dazu Knackser und Pegelsprünge beim Wechsel. Dann noch Automationskurven für Cutoff, Resonanz und Typ, ein Envelope Follower aus dem Rack, ein LFO aus einem anderen Plugin. Eine Stunde später hast du einen Build, der okay klingt, und beim nächsten Track fängst du wieder bei null an.

STAFFEL macht daraus einen Regler. Links stellst du Filter A ein, rechts Filter B, und der große STAFFEL-Regler in der Mitte übergibt das Signal von A an B. Nicht auf einmal, sondern Sektion für Sektion, wie einen Staffelstab. Der Sweep in den Drop fährt damit nicht mehr nur einen Cutoff hoch, er verwandelt unterwegs das Filter selbst. Ein Lead, das über den Break von einem Bandpass in einen Formant wandert, kommt am Drop als anderes Instrument an. Eine Bassline, die pro Step ein anderes Filter bekommt, hat Bewegung, die kein LFO auf dem Cutoff hinbekommt. Und dazwischen passiert das, wofür wir dieses Plugin entwickelt haben: Filter, die weder A noch B sind, die es so vorher nicht gab, und die auf der Anlage sofort auffallen.

STAFFEL 1.1 Oberfläche: Zahnreihe mit 14 Plätzen, Frequenzgang der Kette mit dem Spektrum des Eingangs dahinter, FILTER A links, STAFFEL-Regler in der Mitte, FILTER B mit IMPRINT rechts, darunter STEP, ENVELOPE und LFO

Links FILTER A, rechts FILTER B mit IMPRINT, in der Mitte der STAFFEL-Regler. Die Zahnreihe darüber zeigt, welche der 14 Sektionen gerade bei A und welche bei B liegt.

Was du hörst

Dreh STAFFEL langsam von links nach rechts. Erst löst sich die tiefste Sektion von A und wandert zu B, dann die nächste, dann die nächste. Auf halbem Weg ist die Kette ein Mischwesen aus beiden, und genau dort wird es interessant: Wo eine resonante Sektion von A halb ausgeblendet und ihr Gegenstück von B halb eingeblendet ist, löschen sich die beiden teilweise aus. Diese Auslöschungen wandern als Kerben durchs Spektrum, während du drehst. Ein Tiefpass, der unterwegs zum Hochpass wird, klingt in der Mitte nicht nach beidem, sondern nach etwas Drittem: hohl, vokalig, kammartig, je nachdem, was du auf beiden Seiten eingestellt hast. Leg das auf einen Build über 16 Takte, und der Drop kommt aus einem Klang, den der Floor noch nicht kennt.

Und weil es zwei komplette Filter sind, statt eines mit Morph-Regler, ist jede Stellung stabil, nichts knackt, und ganz links wie ganz rechts hast du exakt das Filter, das du eingestellt hast. Du kannst also im Drop zwischen einem sechspoligen Tiefpass und einem Formant hin und her, in der Bassline zwischen Bandpass und Kamm, im Breakdown zwischen Rezept und Abdruck. Es hält, auch wenn du es auf Sechzehntel stellst.

Vier Regler formen die Übergabe. ORDER bestimmt, welche Sektionen zuerst wechseln: die tiefen, die hohen, von der Mitte nach außen, von außen nach innen, oder zufällig mit einem Seed von 1 bis 99, damit ein Verlauf, den du gefunden hast, morgen noch derselbe ist. SOFTNESS entscheidet, ob jede Sektion für sich hart umspringt oder alle sieben breit ineinander gleiten. DRIVE sättigt nicht einmal am Ende, sondern hinter jedem Sektionspaar, verteilt über die Kette, bis 18 dB. Und LEVEL COMP hält den Pegel, damit du Klang vergleichst und nicht Lautstärke.

Acht Typen auf jeder Seite

A und B wählen ihren Typ unabhängig voneinander, mit eigenem CUTOFF von 20 Hz bis 20 kHz und eigener RESO:

  • LP2, LP4, LP6: Tiefpass mit 12, 24 und 36 dB pro Oktave. Sechs Pole für den Schrei, zwei für den weichen Rolloff.
  • HP2, HP4: Hochpass mit 12 und 24 dB pro Oktave. Für Breaks, Hats und alles, was Platz machen soll.
  • BP4: Bandpass vierter Ordnung. Telefon, Radio, isolierte Mitten.
  • PEAK3: Drei Spitzen bei der ein-, zwei- und dreifachen Cutoff-Frequenz, je 12 dB. Ein harmonischer Kamm, der mit CUTOFF wandert.
  • FORMANT: Drei Spitzen im Verhältnis 1 zu 2,7 zu 4,2. Vokale, ohne dass du sie einzeln stimmen musst.

Ein Tiefpass mit sechs Polen gegen einen Formant, ein Bandpass gegen ein PEAK3 zwei Oktaven höher: Weil beide Seiten frei sind, entscheidet die Kombination, wie die Übergabe klingt. Und weil die Sektionen nach Rang paaren, passt jede Kombination zu jeder.

IMPRINT: Filter B aus einem Klang

Bis hierhin kommen die Filter aus Rezepten. Mit IMPRINT kommt Filter B aus deinem eigenen Material, aus einem Abdruck. Du drückst CAPTURE, und STAFFEL sucht in den letzten zwei Sekunden der Sidechain das lauteste Stück, holt die Resonanzen heraus, sieben Stück, jede mit Frequenz und Abklingzeit, und macht daraus Filter B. Ohne Sidechain nimmt CAPTURE den Eingang. LOAD FILE geht den anderen Weg: eine WAV, AIFF oder FLAC laden, STAFFEL findet das lauteste Fenster der ersten zehn Minuten und fängt sofort daraus.

Der Abdruck ist danach ein Filter wie jedes andere, und du darfst ihn verbiegen. SHARPNESS verlängert die Resonanzen, von breit und weich bis zum stehenden Klingeln. CUTOFF B verschiebt den ganzen Abdruck in Oktaven, bei 1 kHz klingt er wie gefangen. RESO B macht die Resonanzen schmaler oder breiter. Und dann übergibst du mit STAFFEL von einem LP4 an die Vokale einer Stimme, an den Korpus einer Snare oder an das Klingeln eines Beckens, Sektion für Sektion. Eine Bassline, die auf halbem Weg anfängt, wie dein Vocal Chop zu klingen. Ein Break, der den Korpus der Snare annimmt, die auf der Sidechain liegt.

Der Abdruck wird mit dem Projekt gespeichert und wandert in deine eigenen Presets. Ein neuer Abdruck blendet weich ein, statt hart zu schalten.

Modulation: drei Quellen auf einen Regler

Der STAFFEL-Regler ist der Punkt, an dem alles zusammenläuft, und genau dorthin zielen drei Modulationsquellen. Jede hat ihren eigenen Schalter und ihre eigene Menge, positiv oder negativ, und alle drei addieren sich auf den Regler. Du kannst also den Regler auf ein Drittel stellen, STEP darüber laufen lassen, den ENVELOPE dagegen ziehen und den LFO langsam darunter wabern lassen. Der Ring um den Regler zeigt dir jederzeit, wo die Übergabe gerade steht, und ACTIVITY zeigt je Quelle, wie stark sie schiebt.

  • STEP ist der Sequenzer. 2 bis 8 Stufen im Raster des Hosts von 1/32 bis 1 Takt, Triolen inklusive, aufwärts, abwärts oder auf und ab, mit GLIDE zwischen den Stufen. Eine Acid-Line bekommt damit nicht einen Cutoff pro Sechzehntel, sondern ein anderes Filter pro Sechzehntel. Vier Stufen auf Viertel mit einem LP4 gegen einen Formant, und die Bassline spricht. Acht Stufen aufwärts auf 1/2 mit GLIDE, und du hast einen Build über vier Takte, der auf dem Drop exakt bei B ankommt.
  • ENVELOPE folgt dem Pegel des Eingangs oder der Sidechain, Attack 0,1 bis 100 ms, Release 5 bis 2000 ms. Die Übergabe atmet mit dem Material: Jeder Schlag schiebt sie zu B, in der Pause fällt sie zurück nach A. Mit negativer Menge geht es andersherum. Leg die Kick auf die Sidechain, und ein Pad oder ein Rolling Bass wechselt im Takt der Kick zwischen zwei Filtern, ohne dass du eine Note automatisierst. Das ist Sidechain, nur dass statt der Lautstärke das Filter pumpt.
  • LFO schwingt als Sine, Triangle, Square oder Sample and Hold, frei von 0,01 bis 20 Hz oder synchron von 1/32 bis 8 Takten. Sample and Hold auf Achtel mit ORDER auf random: ein anderes Mischwesen auf jedem Schlag, der Glitch-Fill vor dem Drop ohne Schnippeln. Ein Sine über 8 Takte auf einem Techno-Loop: die langsame Bewegung, die einen Track zwölf Minuten tragen kann.

STEP und der synchrone LFO lesen die Taktposition direkt vom Host. Loops, Sprünge, Scrubbing, alles bleibt in Phase. Und dazu kommt, was dein Host ohnehin kann: Jeder Regler von STAFFEL ist automatisierbar, CUTOFF A und B genauso wie ORDER, SOFTNESS oder die Menge jeder Quelle. Die Modulation bewegt dabei immer nur die Übergabe, nie den Entwurf der Filter selbst. Deshalb bleibt sie bei jedem Tempo sauber, egal wie wild du sie stapelst.

STEP-Reiter mit RATE, STEPS, SHAPE, GLIDE, AMOUNT und ACTIVITY

STEP: 2 bis 8 Stufen im Raster des Hosts, mit GLIDE dazwischen.

ENVELOPE-Reiter mit SOURCE, AMOUNT, ATTACK, RELEASE und ACTIVITY

ENVELOPE: folgt dem Eingang oder der Sidechain, Attack und Release frei.

LFO-Reiter mit SHAPE, SYNC, RATE, AMOUNT und ACTIVITY

LFO: Sine, Triangle, Square oder Sample and Hold, frei oder hostsynchron.

Für wen

Für Producer, die für Bässe und Leads Modulation suchen, die nicht nach Cutoff-Automation klingt, und die im Club spielen lassen, was sie im Studio produzieren. Techno und Acid: Basslines, die pro Step ein anderes Filter bekommen, und Builds, die den Drop aus einem neuen Klang kommen lassen. Drum and Bass und Breaks: ein Break, dessen Hats über den Hochpass wandern, während die Snare ihren Abdruck behält, Neuro-Bässe, die zwischen zwei Mündern wechseln. House und Dub: Vocal Chops und Pads, deren Vokale der Envelope Follower mit der Phrase bewegt. Dubstep und Bass Music: Growls aus FORMANT gegen einen Abdruck, im Halftime-Raster gestept. Und für alle, die im Sounddesign etwas suchen, das noch keiner im Set hat: Bank Chaos ist genau dafür da.

Wer schon mal versucht hat, einen Build so hinzubekommen, dass er in der Mitte spannender klingt als am Drop, weiß, was das wert ist.

51 Factory Presets in sechs Bänken

Jedes Preset hat in der Presetleiste einen Tooltip, der seine Absicht in einem Satz nennt. Presets mit IMPRINT klingen mit dem Abdruck, der gerade geladen ist, und sagen dir, wenn noch keiner da ist.

  • Init (1): die Ausgangsstellung
  • Bass (10): Twin Saw Drift, Rolling Sixteenths, Dub Growl, Neuro Stepper, Mouth Bass, Kick Carve
  • Drums (10): Break Shifter, Hat Shimmer, Dusty Crate, Imprint Room, Glitch Scatter, Tuned Hits
  • Acid (10): Squelch Ladder, Rubber Accent, Six Pole Scream, Four Bar Squeeze, Vowel Drop, Triplet Slide
  • Voice (10): Vowel Shift, Phone Chop, Breath Follow, Imprint Vowel, Imprint Choir Drift, Robot Syllables
  • Chaos (10): Rank Storm, Imprint Shatter, Imprint Undertow, Flutter Engine, Three Hands, Ghost Trigger

Eigene Presets speicherst du unbegrenzt, sie tragen den Abdruck mit und überleben jede Deinstallation.

Neu in Version 1.1.0

Hinter den Kurven im Frequenzgang liegt jetzt das Spektrum deines Eingangs. Du siehst, wo die Energie der Bassline sitzt, bevor du CUTOFF oder eine Resonanz dorthin legst.

Spielt ein klarer Ton, zeigt eine Linie seinen Grundton mit Notenname und Frequenz, etwa A2 110 Hz. So setzt du einen Formant oder PEAK3 genau auf die Tonhöhe des Leads. Bei Akkorden, Drums und Rauschen bleibt die Linie weg, statt einen falschen Ton zu behaupten. Spektrum und Tonanzeige lassen sich in den Settings abschalten.

Dazu kommt die Zoomstufe 90 Prozent, und unter 100 Prozent bleiben kleine Texte lesbar. Am Klang ändert sich nichts: Der Ausgang ist bitgleich zu 1.0.0, deine Projekte und Presets klingen wie vorher.

Technische Highlights

  • Zwei vollständige Filter mit je bis zu sieben Sektionen zweiter Ordnung, 14 Plätze in der Kette, Übergabe Rang für Rang auf Signalebene
  • Koeffizienten nie aus Zwischenwerten, Endpunkte bitgleich mit A und mit B, in jeder Stellung stabil
  • Kerbenbericht der Entwicklung: LP4 bei 500 Hz gegen HP2 bei 2 kHz in 100 Stufen gemessen
  • Fünf Reihenfolgen inklusive Zufall mit Seed, SOFTNESS von hart bis gleitend
  • DRIVE hinter jedem Sektionspaar, bis 18 dB, mit gemessenem Pegelausgleich
  • IMPRINT: lineare Prädiktion 14. Ordnung über ein 85-ms-Fenster aus Sidechain, Eingang oder Datei, sieben Resonatoren, in Oktaven verschiebbar, blendet in 25 ms ein
  • STEP, ENVELOPE und LFO mit je eigener bipolarer Menge auf die Übergabe, hostsynchron auch bei Loops und Sprüngen
  • Oversampling 2x und 4x, Latenz 49 Samples bei 2x und 61 bei 4x, an den Host gemeldet, trockener Pfad passend verzögert
  • Regler im Steuerraster von 16 Samples geglättet, Preset- und Typwechsel bei laufendem Audio ohne Knacken
  • Zahnreihe mit den 14 Blenden und Frequenzgang der Kette, von A und von B, mit 60 Bildern pro Sekunde
  • Eingangsspektrum hinter den Kurven und Grundton des Eingangs von 30 Hz bis 2 kHz mit Notenname, beides abschaltbar
  • Oberfläche 1100 x 650 px, sechs Zoomstufen von 50 bis 150 Prozent, Dark und Light Theme
  • Standalone mit Loop-Player für WAV, AIFF und FLAC
  • RT-safe, keine Allokationen im Audio-Thread
STAFFEL im hellen Theme

Dasselbe Plugin im hellen Theme.

Formate & Systeme

Formate: VST3, AU (macOS), CLAP, Standalone

Systeme: macOS 11 Big Sur oder neuer (Universal Binary, Intel und Apple Silicon), Windows 10+ (64 Bit), Linux ab Ubuntu 22.04

Made in Berlin

STAFFEL wurde komplett in Berlin entwickelt. Die DSP basiert auf JUCE, die Filterentwürfe, die Staffelkette und die Abdruckanalyse sind from scratch geschrieben, jeder Koeffizient ist sample-rate-konform. Kein White-Label, kein generischer Toolkit-Filter. Unsere Geheimwaffe ist der Spaß am Detail.

Tools von Produzenten, für Produzenten.

Lizenz und Demo

Die Demo läuft mit vollem Funktionsumfang, nichts ist gesperrt. Einmal pro Minute mischt sich für drei Sekunden leises weißes Rauschen dazu, weich ein- und ausgeblendet, damit du es nicht dem Filter anlastest. Die Demo erlaubt 30 Starts, danach bleibt sie stumm, bis du eine Seriennummer eingibst.

Die Aktivierung kontaktiert den Lizenzserver genau einmal. Danach startet das Plugin ohne jeden Netzwerkzugriff, es telefoniert nie nach Hause. Deine Seriennummer erlaubt drei gleichzeitige Aktivierungen. Übertragen werden ausschließlich Seriennummer, ein anonymer Hardware-Fingerabdruck und der Produktname, niemals Audio, Projektdaten oder Analytics.

Demo: 0,00 EUR

Vollversion: 49,00 EUR (inkl. 19% Steuer)

Lizenz-Informationen

Dieses Produkt enthält ein professionelles Lizenzsystem mit den folgenden Funktionen:

  • Online-Aktivierung mit Hardware-Fingerprint
  • Bis zu 3 Geräte-Aktivierungen inklusive
  • Automatische Lizenz-Zustellung per E-Mail
  • Kundenportal zur Lizenzverwaltung

Nach dem Kauf erhältst du deine Lizenz-Seriennummer innerhalb weniger Minuten per E-Mail.

Inklusive 19% Steuer

Vollversion außerhalb der EU: 41,18€, die MwSt. entfällt an der Kasse automatisch.