Ein Filter mit Masse. Zieh am Pudding, lass los, und dein Bass schwabbelt nach.

Ein LFO wackelt immer gleich
Für einen Wobble-Bass legst du einen LFO auf den Cutoff, stellst ihn auf Achtel und hörst nach zwei Takten, was er die nächsten vierzig Takte macht. Er läuft wie ein Metronom. Lebendig klingt etwas anderes: ein Stoß, der über das Ziel hinausschießt, zurückfedert und ausschwingt, und der nächste Stoß, der mitten in diese Bewegung trifft.
Also baust du es nach: eine Hüllkurve auf den Cutoff, ein zweiter LFO fürs Nachschwingen, Retrigger auf jede Note, Automation für jeden Drop einzeln. Eine Stunde später wobbelt es, und im zweiten Drop wobbelt es genau so wie im ersten.
WACKELPUDDING hängt den Cutoff an eine Feder mit Gewicht. In der Mitte des Plugins sitzt ein Pudding auf einem Teller, und was der Pudding macht, macht das Filter.
Ein Filter mit Masse
CUTOFF ist die Ruhelage. Daran hängt eine simulierte Feder mit einem Gewicht von 0,1 bis 10 kg. Stößt etwas den Cutoff an, schießt er über das Ziel hinaus, schwingt zurück und schwabbelt aus, wie ein Pudding, an dem du rüttelst. Ein schwerer Pudding schwingt langsam und satt, ein leichter zappelt. Die Feder rechnet im Audio-Thread, Schritt für Schritt, ohne LFO und ohne Hüllkurve.
WACKELPUDDING ist kein LFO mit Gesicht und kein Envelope-Filter mit Comicfigur. Die Feder weiß in jedem Moment, wo der Pudding steht und wie schnell er sich bewegt. Trifft ihn der nächste Stoß, während er noch schwingt, addiert sich der Stoß zur Bewegung. Deshalb klingt kein Boing wie der davor, auch wenn du jedes Mal gleich anstößt. Ein Filter, das Masse hat, das du mit der Maus ziehst und dessen Bewegung du als Loop aufnimmst: das haben wir so in noch keinem Plugin gesehen.
Die Feder stellst du ein
- MASS: wie schwer der Pudding ist. Schwer klingt träge und satt, leicht klingt nervös.
- STIFFNESS: wie straff die Feder ist. Weiter rechts wobbelt es schneller.
- SYNC und RATE: SYNC rastet das Wackeln auf das Tempo deiner DAW, RATE wählt den Notenwert von 1/1 bis 1/32T und ersetzt dabei STIFFNESS. Der Dubstep-Wobble auf Achteln liegt damit ohne Rechnerei im Takt.
- DAMPING: wie schnell das Wackeln abklingt. Wenig Dämpfung schwingt lange nach, viel Dämpfung gibt einen kurzen, trockenen Schubs.
- WIDTH: Kippt der Pudding zur Seite, geht der Cutoff auf einem Kanal nach oben und auf dem anderen nach unten, bis zu 4 Oktaven auseinander. So wird aus einer Seitwärtsbewegung ein Stereo-Schlag.
WOBBLE unten links auf der Bühne zeigt, wie schnell der Pudding gerade schwingt, zum Beispiel 4.0 Hz für Achtel bei 120 BPM.
Zieh dran, lass los
Pack den Pudding mit der Maus und zieh. Nach oben oder unten verschiebst du den Cutoff um bis zu 5 Oktaven, zur Seite ziehst du ihn Richtung Wand. Lass los, und er schnalzt zurück. Was du siehst und was du hörst, ist dieselbe Bewegung: Der Boing auf dem Bildschirm ist der Boing im Filter.
Wirfst du ihn kräftig zur Seite, klatscht er an die Wand, klebt eine Viertelsekunde und löst sich wieder. Die gestrichelte Linie CUTOFF lässt sich ebenfalls ziehen. PULL ist automatisierbar, du kannst den Griff also auch in die DAW schreiben.
Kick, Note oder beides
Außer deiner Maus können zwei Dinge den Pudding anstoßen, und beide dürfen es gleichzeitig.
- AUDIO, Kick über den Sidechain: SOURCE auf SIDECHAIN, die Kick in den Sidechain-Eingang, und jede Kick gibt dem Bass einen Schubs, der bis zur nächsten ausschwingt. SENS legt fest, ab welchem Pegel ein Schlag zählt, KICK, wie hart er stößt und in welche Richtung.
- AUDIO, das eigene Signal: SOURCE auf INPUT, und der Break auf der Spur stößt das Filter selbst an. Jede Snare wird zu einem kleinen Wackler.
- MIDI, HOLD: Die Note hält den Pudding fest, solange sie klingt. Lässt du los, gibt es den Boing. Kurze Noten auf Achteln, und der Bass federt nach jeder Note nach.
- MIDI, BOUNCE: Die Note schiebt den Pudding auf eine neue Ruhelage, und dort hüpft er, solange sie klingt. Nach der letzten Note schwingt er zurück auf CUTOFF. So schreibst du einen Wobble als MIDI-Clip, taktgenau.
- MIDI, PLUCK: Jede Note zupft den Pudding einmal an, je höher die Velocity, desto kräftiger. Noten, die zusammen anschlagen, addieren sich. Eine Sechzehntel-Line mit wechselnder Velocity, und das Filter tanzt.
DEPTH bestimmt, wie weit eine Note den Cutoff bewegt, bis zu 5 Oktaven, nach oben oder unten. Leise Noten bewegen weniger. MIDI-Noten wirken samplegenau, deshalb sitzen die Boings exakt auf dem Raster.
Deine Hand als Loop
Oben rechts auf der Bühne sitzt MOTION. REC nimmt auf, wie du den Pudding bewegst, 1, 2, 4 oder 8 Takte lang, ab dem nächsten Taktanfang. Danach spielt WACKELPUDDING die Bewegung taktgenau im Loop.
Aufgenommen wird deine Hand, nicht der Weg des Puddings. Die Feder rechnet bei jedem Durchlauf neu, MASS, STIFFNESS und DAMPING formen die Bewegung also weiter. Nimm im Breakdown zwei Takte Ziehen und Werfen auf und dreh danach MASS hoch: Dieselbe Hand klingt jetzt schwer und träge. Kick und MIDI-Noten stoßen obendrauf weiter an.
Der Loop folgt der Song-Position. Nach einem Sprung, nach dem Stopp und nach dem erneuten Öffnen des Projekts liegt er auf denselben Takten, und ein Bounce klingt wie die Wiedergabe. Greifst du während des Loops selbst zu, gewinnt deine Hand, und beim Loslassen übernimmt der Loop an der passenden Stelle.
Das Filter hinter dem Pudding
Unter dem Pudding arbeitet ein Filter mit vier Typen:
- Ladder 24: 24 dB pro Oktave, der Typ für Bässe. DRIVE sättigt ihn mit bis zu 24 dB und gibt dem Wobble Biss.
- LP 12: weicher Tiefpass für Leads, Pads und Akkorde, die offen bleiben sollen.
- BP 12: Bandpass für sprechende Wobbles, Vocal Chops und Percussion.
- HP 12: Hochpass für Drums und Builds. Der Pudding zieht den Bass im Takt raus und lässt ihn wieder rein.
RESONANCE macht den Klang spitzer und den Pudding fester, und das siehst du: Er färbt sich von blass über grün und orange bis rot. MIX mischt trocken und gefiltert, OUTPUT regelt den Pegel danach.
18 Werkspresets, zehn davon in Bewegung
Acht Presets sind Ausgangspunkte für Sounds: INIT, DUBSTEP WOBBLE, KICK BOUNCE, SLOW JELLY, STEREO SLAP, RESONANT GLASS, LAZY BASS und GROWL. Zehn weitere bringen einen fertigen Bewegungs-Loop mit und starten ihn beim Laden: HEARTBEAT, PING PONG, DRUNK WALK, EARTHQUAKE, FLICK FLICK, SLINGSHOT, ELEVATOR, SEASICK, HICCUP und JELLY DRUMMER. Jedes Preset bringt seinen MIDI-Modus mit.
Mit A/B vergleichst du zwei Einstellungen, jede Seite behält ihren eigenen Loop. Eigene Presets speichern auch die aufgenommene Bewegung und landen in deinem Dokumente-Ordner.
Ein Reel direkt aus dem Plugin
WACKELPUDDING hält immer die letzten zwei Minuten fest, Ton und Bewegung des Puddings, auch bei geschlossenem Fenster. Hat gerade etwas gut geklungen, machst du mit SAVE CLIP daraus ein fertiges Hochkant-Video für Instagram, TikTok oder YouTube Shorts, 3 bis 90 Sekunden lang. Im Bild: der Pudding groß auf seinem Teller, die Hand, während du ziehst, und der Cutoff. Keine Bildschirmaufnahme, kein Schnitt.
Technische Highlights
- Federsimulation mit Masse von 0,1 bis 10 kg, Steifigkeit und Dämpfung, zwei Achsen für Höhe und Stereo
- SYNC auf das Host-Tempo, RATE von 1/1 bis 1/32T
- PULL bis 5 Oktaven, seitlich bis zur Wand, automatisierbar
- WIDTH: Stereo-Versatz bis 4 Oktaven
- Filtertypen LP 12, BP 12, HP 12 und Ladder 24, DRIVE bis 24 dB für Ladder 24
- Trigger über Sidechain oder das eigene Signal, SENS von minus 60 bis 0 dB
- MIDI-Modi HOLD, BOUNCE und PLUCK, samplegenau, DEPTH bis 5 Oktaven, mit Velocity
- MOTION-Loop über 1, 2, 4 oder 8 Takte, folgt der Song-Position
- 18 Werkspresets, zehn davon mit Bewegung, A/B-Vergleich
- Oversampling aus, 2x oder 4x, die Latenz meldet das Plugin an deine DAW
- Clip-Export als MP4 in 1080 x 1920, 60 fps, H.264 und AAC
- Oberfläche von 50 bis 150 %, Dark- und Light-Theme
- Kein Netzwerkzugriff
Formate & Systeme
Formate: VST3, AU (macOS), CLAP, Standalone
Systeme: macOS 11 Big Sur oder neuer (Universal Binary, Intel und Apple Silicon), Windows 10+ (64 Bit), Linux x86_64 ab Ubuntu 22.04 (VST3, CLAP, Standalone)
Video-Export: macOS und Windows, unter Linux nicht
Die Kick kommt über den Sidechain-Eingang, MIDI-Noten von einer MIDI-Spur, die auf WACKELPUDDING geht.
Made in Berlin
WACKELPUDDING wurde komplett in Berlin entwickelt. Die DSP basiert auf JUCE, Federsimulation, Filter und Bühne sind from scratch geschrieben, und der Pudding ist ein eigenes 3D-Modell, gerendert in Blender. Kein White-Label, kein generisches Toolkit-Filter. Unsere Geheimwaffe ist der Spaß am Detail.
Tools von Produzenten, für Produzenten.
Free Download
WACKELPUDDING ist kostenlos, auch für kommerzielle Produktionen. Keine Seriennummer, keine Aktivierung, keine Demo-Einschränkung: herunterladen, installieren, ziehen. Das Plugin geht nie ins Netz und sendet nichts, Presets, Einstellungen und Clips bleiben auf deinem Rechner.
Preis: Free Download






