Sechs Bänder. Fünfzehn Sättigungs-Algorithmen. Sättigung genau da, wo dein Mix sie braucht.

Das Problem mit globaler Sättigung
Tape auf die Summe. Tube über alles. Ein Drive-Knopf für den ganzen Mix. Klingt im ersten Moment fett, aber ein globaler Sättiger färbt das komplette Signal gleich. Die Harmonics landen auch da, wo du sie gar nicht willst. Du wolltest Glanz in den Höhen und bekommst einen matschigen Bass dazu. Du wolltest Druck im Low End und bekommst zerrende Höhen obendrauf. Eine Entscheidung fürs ganze Spektrum, und meistens sitzt sie nur an der Hälfte der Stellen richtig.
Die Idee: Sättigung folgt deinem EQ
OBERTON dreht das Prinzip um. Jedes der sechs Bänder extrahiert nur seinen EQ-Boost als Differenzsignal, schickt genau diese Differenz durch deinen Wunsch-Sättiger und mischt ausschließlich das Ergebnis zurück auf dein trockenes Signal. Du hörst Harmonics dort, wo du EQ-Energie hinzufügst, und sonst nirgends. Welches Band warm wird, welches bissig, welches metallisch, welches nur dezent atmet, entscheidest du pro Band. Der Rest bleibt sauber.
Kein sich aufschaukelndes Drive-Stage, keine matschige Summe. Reines Layering von Charakter, genau auf den Frequenzbereich gelegt, den du im Display anhebst.
Für wen OBERTON entwickelt wurde
OBERTON ist für zwei Welten entwickelt, die sich denselben Workflow teilen.
Mastering Engineers bekommen phasen-kohärenten Glue über zwei oder drei breite Bänder, ehrliche Pegelangleichung per LUFS, einen Harmonics-Only-Modus für transparentes Veredeln ohne EQ-Signatur und Mid-Sättigung, die die Mitte verdichtet, ohne das Stereofeld zu verschmutzen. Tape und Tube für subtilen Klebstoff, Rectify für den 808-Sub-Trick, Transformer für Neve-artige Eisenwärme.
Sound Designer und Producer, die ihren Sound kolorieren wollen, bekommen pro Band einen eigenen Charakter, von dezenter Röhrenwärme bis zur kompletten Zerstörung. Wavefolder und Bitcrush erzeugen metallische und digitale Texturen, Diode liefert Fuzz und Drum-Crush, Side-Sättigung bringt Stereo-Glanz in Hihats und Becken, ohne das Mono-Zentrum lauter zu machen. Von subtiler Färbung bis Sound-Design-Brutalität ist alles drin, und du wählst es pro Band einzeln.
Was OBERTON anders macht
Stufenlose Sättigung statt drei feste Stufen
Viele Saturatoren geben dir subtle, medium und aggressive, und das war es. OBERTON gibt dir pro Band einen kontinuierlichen Drive von 0 bis 100 Prozent. Kein Stufendenken, kein Springen zwischen Intensitäts-Presets. Du dosierst exakt den Punkt, an dem es sitzt, auf jedem Band anders. Und mit Dynamic Drive folgt die Sättigung sogar dem Pegel: laute Passagen treiben den Sättiger stärker, leise Passagen weniger, transient-bewusst. Bei 30 Prozent atmet der Bass subtil, bei 50 Prozent wird daraus Kompression trifft Sättigung, bei 100 Prozent extremes dynamisches Pumpen für den kreativen Einsatz.
Band Link für phasen-kohärente Boost-Summierung
Wenn du zwei oder mehr Bänder im selben Frequenzbereich boostest, summieren sie sich nicht 1:1. Ihre Crossover-Punkte treffen 130 bis 170 Grad phasenverschoben aufeinander, und du verlierst 3 bis 5 dB genau dort, wo du den meisten Punch haben wolltest. Konkret: 632 Hz plus 2.8 kHz mit jeweils +12 dB bei Q 0.71 ergeben nur +5.7 dB statt der erwarteten +10.4 dB.
Mit aktiviertem Band Link extrahiert jedes Band sein Residue gegen die Summe der vorigen Bänder. Die Boosts addieren sich sauber wie in einem seriellen EQ, jedes Band sättigt aber weiterhin nur sein eigenes Differenzsignal. Das Ergebnis: dichteres Welding zwischen benachbarten Bändern, satter Mastering-Glue, geschlossene Vocal-Kohäsion von Body über Presence zu Air, gestapelte Rhythm-Gitarren ohne Phasing-Dips. Ohne zusätzliche Latenz, ohne Pre-Ringing, ohne den Ballast eines Linear-Phase-EQs. Standardmäßig aus, deine bestehenden Projekte und Presets klingen bit-identisch.
Harmonics-Only Mode
Vielleicht das ehrlichste Feature im Plugin. Schalt Harmonics-Only an, und OBERTON subtrahiert den EQ-Boost vom Wet-Signal. Übrig bleiben nur die nichtlinearen Sättigungs-Harmonischen. Du bekommst Air und Presence ohne die typische EQ-Kurven-Signatur. Sauber, perzeptuell ehrlich, ideal fürs Mastering, wenn du Charakter willst, aber keine Tonalverschiebung.
Pentode, der neue Röhren-Charakter
Pentode ist ein neuer Sättigungs-Typ pro Band, der einen authentischen Röhren- und Pentoden-Klang liefert. Er erzeugt eine reine ungerade Obertonreihe mit dominantem 3. Oberton, darunter der 5. und 7. Anders als ein statischer Verzerrer öffnet sich die Obertonleiter mit dem Drive: je härter du reinfährst, desto mehr treten 5. und 7. relativ zum 3. hervor. Das Ergebnis ist ein lebendiges, dynamisches Analog-Gefühl statt eines eingefrorenen Verzerrer-Sounds.
Pentode ist das volle, musikalische Gegenstück zu den chirurgischen Single-Harmonic-Typen, die gezielt nur einen einzelnen Oberton setzen. Auf heißem Material kombinierst du ihn am besten mit 4x oder 16x Oversampling für ein sauberes Spektrum. Bestehende Sessions und Presets bleiben unverändert, Pentode wurde rein additiv ergänzt.
Die neue In-Plugin-Hilfe dokumentiert jetzt außerdem jeden Sättigungs-Typen und erklärt, wann welcher passt: von den chirurgischen Single-Harmonic-Werkzeugen für gezielte Spektral-Arbeit bis zu den vollen Analog-Sättigern wie Pentode, Tape und Transformer.
Auto-Gain in zwei Modi
Lauter klingt immer erstmal besser. Genau dieser Selbstbetrug killt ehrliche Entscheidungen. Auto-Gain hält den Wet-Output auf Dry-Pegel, wahlweise klassisch per RMS-Match oder modern per LUFS-Match nach ITU-R BS.1770 mit K-Weighting. Letzteres folgt dem perzeptuellen Equal-Loudness-Empfinden und ist die ehrlichere Wahl. Du hörst den echten Charakter deiner Sättigung, nicht den Pegel. So vergleichst du A gegen B, wie es sein soll.
Mode Level Normalization
Durch die fünfzehn Algorithmen klicken, ohne dass die Lautstärke springt. Tube, Tape, Diode, Wavefolder, Bitcrush, Rectify, alles ist auf Tubes K-weighted Loudness kalibriert, auf 0,1 dB genau. Du cyclest durch die Modi und vergleichst den reinen Charakter, ohne Level-Matching von Hand. Clean bleibt absichtlich neutral, damit der Band-Gain-Regler ehrlich anzeigt, was er tut.
Global Gain Scaler
Ein Regler in der Master Section skaliert alle aktiven Bänder proportional. Du hast deine Saturation-Chain entwickelt, das Verhältnis zwischen den Bändern stimmt, jetzt willst du das Ganze härter oder sanfter, ohne die Balance zu zerstören. Genau dafür. 0 bis 200 Prozent, Default 100. Bei 200 verdoppeln sich alle Band-Gains in dB, bei 50 halbieren sie sich, die Ratios zwischen den Bändern bleiben unangetastet.
Mid/Side und Left/Right pro Band
Jedes Band lässt sich auf Stereo, nur Left, nur Right, nur Mid oder nur Side routen. Die M/S-Kodierung liegt um die Sättigung herum, sodass Harmonische ausschließlich auf dem gewählten Kanal entstehen. Mid-Sättigung auf dem Mastering-Bus für die fetteste Mitte ohne Verschmutzung des Stereofelds. Side-Sättigung auf Hihats für mehr Glanz, ohne das Mono-Zentrum anzuheben. Isoliertes L oder R für einseitige Färbung, zum Beispiel eine Solo-Gitarre nur rechts.
Workflow, der nicht im Weg steht
Solo plus Band-Off ergibt ein direktes Dry-A/B mit klickfreiem 50-ms-Crossfade. Solo-Sweep per rechter Maustaste solost ein Band momentan und lässt dich zur Frequenzjagd durch das Spektrum ziehen. Doppelklick auf eine leere Stelle setzt das nächste freie Band exakt dorthin, automatisch Low-Shelf unter 50 Hz, High-Shelf über 10 kHz, sonst Peak. Doppelklick auf einen bestehenden Punkt toggelt das Band an oder aus. Saturation-Skip-Pfeile steppen pro Band-Strip durch die fünfzehn Algorithmen, ohne dass du das Dropdown öffnen musst. Undo und Redo sitzen direkt im Top-Bar, in den Parameter-Tree verdrahtet. Click-freier Bypass, der auch den DAW-eigenen Bypass-Shortcut sauber durch den Crossfade schickt. Mono-Bus-Support für Bass DI, Mono-Gitarre, Vocal Lead und Drum Mics. Stufenloser GUI-Zoom von 50 bis 150 Prozent per Eck-Drag, plus Light- und Dark-Theme.

Die sechs Bänder
| Band | Default-Frequenz | Filtertyp |
|---|---|---|
| 1 | 42 Hz | Low Shelf |
| 2 | 164 Hz | Peak |
| 3 | 632 Hz | Peak |
| 4 | 2.8 kHz | Peak |
| 5 | 6.4 kHz | Peak |
| 6 | 12 kHz | High Shelf |
Frequenz (20 Hz bis 20 kHz), Gain (0 bis 12 dB), Q (0.1 bis 10), Drive, Sat-Type und Channel-Routing sind pro Band frei einstellbar. Jedes Band hat einen Solo-Schalter. Out of the box sind alle Bänder deaktiviert, ein frisches Plugin macht also erstmal Bypass. Aktivierst du ein Band, greift sofort dessen Saturation-Pfad.
Fünfzehn Sättigungs-Algorithmen mit eigener DNA
Jeder Algorithmus hat einen eindeutigen harmonischen Fingerabdruck, alle from scratch geschrieben, keine Fremd-IP, keine Samples.
- Tube: klassisch warm, asymmetrisch, 12AX7-Trioden-Charakter. Vocal-Bus, Bass-Wärme, Master-Glue.
- Warm Tube: Class-A Power-Tube mit dominanter 2nd Harmonic, fett und deutlich aggressiver.
- Tape: sanft, low-THD, Cassette- und 15ips-Vibe. Subtiler Mastering-Glue, Drum-Bus, überall wo du Tape-Charakter ohne hörbare Verzerrung willst.
- Diode: Shockley-Equation Smooth-Clip, Fuzz-Pedal-artig. Aggressive Färbung und Drum-Crush.
- Saturation: pure x/(1+|x|), symmetrisch, nur ungeradzahlig, neutrale Referenz und transparenter Drive.
- Rectify: pure geradzahlige Harmonik, der 808-Sub-Bass-Booster-Trick, betont Oktave und Quinte.
- Harmonic: even und odd geblendet, reich und musikalisch.
- Cubic: pure 3rd Harmonic, transparenter asymmetrischer Drive, ideal für Vocals.
- Transformer: Iron-Core B-H-Kurve, Neve-style Eisenwärme, sättigt tiefe Frequenzen zuerst.
- Clean: Bypass der Nichtlinearität, reiner EQ-Modus, wenn du ein Band nur als parametrische EQ-Stufe willst.
- Wavefolder: sin-basiertes Folding im Stil von Buchla und Serge, komplexe metallische Obertöne. Best (16x) Oversampling ab 50 Prozent Drive empfohlen.
- Bitcrush: echte Integer-Bit-Reduktion von 3 bis 14 Bit, Lo-Fi, 8-Bit-Retro, Glitch.
- Pure H2: chirurgischer Single-Harmonic-Generator (Chebyshev T2), setzt gezielt nur den 2. Oberton. Sauberes Werkzeug für gezielte Spektral-Arbeit und Parallel-Blends, kein analoger Sättiger.
- Pure H3: chirurgischer Single-Harmonic-Generator (Chebyshev T3), setzt gezielt nur den 3. Oberton. Für präzise Obertonarbeit, das chirurgische Gegenstück zum vollen Pentode.
- Pentode: warm, analog, röhrig, mit dominantem 3. Oberton sowie 5. und 7. darunter. Der Clou: die Obertonleiter öffnet sich mit dem Drive, je härter du reinfährst, desto stärker treten 5. und 7. gegenüber dem 3. hervor. Lebendiges, dynamisches Analog-Gefühl statt statischer Zerre, ideal für Master-Glue, Bass-Wärme und alles mit echtem Röhren-Charakter.
Von subtilem Glue auf der Master-Bus bis zur kompletten Sound-Design-Zerstörung ist alles drin. Du wählst pro Band individuell.
227 Factory-Presets in zehn Kategorien
Jedes Preset ist darauf ausgelegt, sofort im Mix zu funktionieren, nicht um auf YouTube krass zu klingen. Drive- und Mix-Werte sind realistisch, nicht spektakulär. 57 davon sind Band-Link-Cascade-Varianten mit aktivem Band Link für dichteres Welding.

- Mastering (28): Air Lift, Pultec Vibe, Analog Glue, Final Polish, Cohesion Glue (Band Link)
- Vocals (28): Vocal Presence, Radio Ready, Whisper Close, Rap Aggression, Body→Air Welding (Band Link)
- Drums (28): Kick Punch, Snare Crack, 808 Sub, Parallel Crush, Bus Weld (Band Link)
- Bass (28): Sub Fundament, Acid Character, 808 Enhancement, Cut Through Mix, Fundamental→Harmonic Link (Band Link)
- Guitar (28): Guitar Bite, Cabinet Warmth, Metal Crunch, Lead Sustain, Stacked Rhythm (Band Link)
- Keys & Piano (28): Rhodes Warmth, Hammond Drive, Mellotron Tape, Pad Evolve, Layered Keys Welding (Band Link)
- Genre (29): Techno Drive, Trap 808, DnB Amen, Synthwave Retro, Psytrance Acid, Wall-of-Sound Cohesion (Band Link)
- Experimental (20): Folded Bass, Robot Voice, Glitch Pop, Industrial Bass
- Creative (10): Mid Crunch, Lo-Fi Vinyl, Mid Bloom, 8-Bit Retro
User-Presets landen unter Documents/Kreuzberg Audio/OBERTON/Presets, Factory-Namen sind gegen Überschreiben geschützt.
Technische Highlights
- Oversampling: Off, 4x (Good) oder 16x (Best), per IIR Half-Band Polyphase, mit Plugin Delay Compensation.
- Spektrum-Analyzer: Live Pre/Post Overlay direkt im EQ-Display, Bänder per Drag editierbar, abschaltbar zum CPU-Sparen (Audio bleibt bit-identisch).
- LUFS-Meter: ITU-R BS.1770 K-weighted, 400 ms Momentary, plus Input/Output-Peak-Meter mit Peak-Hold.
- Dynamics-Modulation: Drive folgt dem Pegel-Envelope, transient-aware, global dosierbar.
- A/B Compare: zwei Slots in der Preset-Bar mit Copy A nach B und Copy B nach A.
- MIDI CC Learn: Rechtsklick auf jeden Knopf, Hardware-Controller drehen, fertig. Lock-frei auf dem Audio-Thread.
- Realtime-sicher: keine Heap-Allokation im Audio-Pfad, glatte Parameter-Rampen, keine Zipper- oder Klick-Artefakte.
Formate und Systeme
Formate: VST3, AU, CLAP, Standalone.
macOS 11.0 Big Sur oder neuer, Universal Binary (Intel und Apple Silicon), signiert und notarisiert. Windows 10 64-bit oder neuer. Linux Ubuntu 22.04 oder neuer (glibc 2.35), JACK oder ALSA.
Sample Rates: 44.1, 48, 88.2, 96, 176.4 und 192 kHz. GUI: 900 x 800 px, stufenlos resizable von 50 bis 150 Prozent (9:8 Aspect Ratio, persistent), Light- und Dark-Theme.
Made in Berlin
OBERTON wurde komplett in Berlin entwickelt. Die DSP basiert auf JUCE, die Sättigungs-Algorithmen sind from scratch geschrieben, jeder Filter-Koeffizient ist sample-rate-konform. Kein White-Label, kein generischer Toolkit-Saturator. Unsere Geheimwaffe ist der Spaß am Detail.
Tools von Produzenten, für Produzenten.
Lizenz
Online-Aktivierung mit 3-Maschinen-Limit pro Lizenz. 30 Tage Refund-Garantie. Kostenlose v1.x Updates. Automatische Lizenzlieferung per E-Mail innerhalb von Minuten nach dem Kauf. Kunden-Portal zur Lizenzverwaltung. Demo-Version ohne Lizenz: 30 Plugin-Starts mit dezentem Demo-Marker (3 Sekunden Rauschen alle 2 Minuten), danach Sound aus. Educational- und NFR-Lizenzen auf Anfrage.
Demo: 0,00 EUR
Vollversion: 49,00 EUR (inkl. 19% Steuer)
CLAP-Format
OBERTON läuft jetzt auch als CLAP. Das moderne, offene Plugin-Format wird unter anderem von Bitwig Studio, Reaper und Studio One ab 6.5 nativ unterstützt. Klanglich ist es exakt identisch zu VST3 und AU, weil dieselbe Audio-Engine läuft, also kein Unterschied im Sound, nur ein weiteres Format zur Auswahl. Der CLAP-Build wird automatisch mitinstalliert, in der DAW einmal die Plugins neu scannen lassen, fertig.
AAX kommt bald
Eine AAX-Version für Pro Tools ist in Arbeit und kommt in Kürze. Mastering- und Post-Workflows in Pro Tools werden dann mit demselben OBERTON laufen wie VST3, AU und Standalone.
License Information
This product includes a professional license system with the following features:
- Online activation with hardware fingerprinting
- Up to 3 device activations included
- Automatic license delivery via email
- Customer portal for license management
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