Amen Machine: Slice Sampler, Sequencer & FX Rack für den Amen Break

Amen Machine Plugin

Slice Sampler, Sequencer und FX Rack für den Amen Break

Vergiss Sample Packs. Vergiss die 47ste „Ultimate Jungle Drums“ Sammlung, die in deinem Drive verstaubt. Wer ernsthaft mit dem Amen Break arbeitet, braucht kein Audio Material, sondern ein Werkzeug. Genau das ist die Amen Machine.

Amen Machine is the Amen endgame!

Zardonic

Der venezolanische Metal-and-Bass-Produzent Zardonic arbeitet seit 2004 mit dem Amen Break, hat fünf Alben veröffentlicht und Remixe für Fear Factory, Noisia und Bullet for My Valentine gebaut. Über die Jahre hatte er einen sehr großen eigenen Break-Ordner angelegt. Warum er trotzdem zur Amen Machine greift, erzählt er in unserem Porträt: „Ich glaube, ich habe noch nie ein Plugin gesehen, mit dem ich an einem Ort auf so viele verschiedene Arten einen Amen-Break zerlegen kann.“

Amen Machine, Main View

Im Kern zerlegt das Plugin den Break in 46 Slices und setzt ihn auf einem 64 Step Sequenzer über 4 Takte wieder zusammen. Vier Engines stehen zur Wahl. Repitch für den klassischen Mid 90s Sampler Vibe inklusive Mono Split Aliasing, wenn du es brutal willst. Cycles als sauberer Granular für Half Time und Pitched Drums ohne Chipmunk Effekt. Textures für die spektrale Wanderung, die den Break in Pads, Drones und cineastische Flächen verwandelt, Pitch-stabil, mit sauberen Crossfades und ohne Drift. Stretch dehnt jeden Schlag im Stil alter Hardware-Sampler, von Achteltempo bis vierfach, der Anschlag bleibt dabei unberührt. Pitch, Speed und Formant entkoppelt, Grain Size von 10 bis 200 ms, Motion bis zum wilden Streuen. Ein globaler Length-Knob skaliert die Slice-Länge bis runter auf 1%. Extrem kurze Stabs und Clicks sind genauso drin wie lange ausgehaltene Töne. Wenn der Groove sitzt, zieht ein Drag-MIDI-Button im Composing-Tab das aktuelle 64-Step-Pattern als Standard-MIDI-File direkt in die DAW oder auf den Desktop. Vier Takte, sauberes Slice-Mapping, aktuelles Tempo eingebacken.

Amen Machine, Composing-Tab mit Play Mode, Pattern-Generator (CHOP, VARIETY, REPEAT, GROOVE, Würfel), 64-Step-Raster und Variation Engine

Das eigentliche Killer Feature ist die Variation Engine. Sechs Stages, die sich an Swing, Mutate, Reverse, Ghost Hits, Stutter Rolls und elf handgemachten Fill Patterns abarbeiten. Mutate tauscht Slices rollenkompatibel aus, BD bleibt BD, Snare bleibt Snare. Lock Kick on 1 und Lock Backbeat halten das Skelett zusammen, auch wenn du den Rest in Schutt und Asche legst. Wer Breakcore Chaos will, schaltet die Anker aus und dreht alle sechs Knöpfe auf rot. Mit Seed Lock friert das Ergebnis ein, ohne Seed Lock klingt jeder Loop neu. Du hast also die Wahl zwischen reproduzierbarer Magie und permanenter Mutation.

Der Pattern-Generator

Direkt neben Play Mode im Composing-Tab sitzt jetzt eine neue Pattern-Generator-Karte. Ein Klick auf den Würfel und eine frische, groove-kohärente Amen-Variation rollt direkt in dein Grid, so oft du willst. Vier Regler formen sie:

  • CHOP bestimmt, wie dicht der Beat ist, von ganzen Takten bis zu engen Viertel-Chops.
  • VARIETY ist der große Regler. Niedrig bleibt nah am Original-Break, hoch ändert die ganze Struktur, vom rollenden Break über den hypnotischen Loop bis zum komplett programmierten Beat.
  • REPEAT entscheidet, wie stark eine Phrase loopt und sich festsetzt, statt sich weiterzuentwickeln.
  • GROOVE bestimmt, wie eng alles am Beat einrastet.

Einen Volltreffer gefunden? Ein Klick auf Keep und er wird als eigenes Preset gespeichert (Random 01, Random 02 und so weiter). Deine bestehenden Patterns bleiben unangetastet, jeder Wurf startet auf der 1, läuft weiter und fällt nie in Stille.

64 abwechslungsreiche Factory-Patterns

Insgesamt 64 Factory-Pattern-Presets sorgen für jede Menge Abwechslung. Statt sich alle an dasselbe rollende Feel anzulehnen, spannen sie drei eigenständige Beat-Charaktere aus den handgemachten Klassikern auf: Rolls, geloopte Grooves und verankerte Beats, dazu Halftime-, Breakcore- und synkopierte Spielarten. 64 Patterns, die jedes für sich einen eigenen Vibe mitbringen, statt ineinander zu verschwimmen.

Dahinter wartet das eigentliche Schwergewicht: ein 19 Slot Master FX Rack mit 35 austauschbaren Modulen. Para EQ 6, Dynamic EQ 3, RMS Compressor, FET Compressor mit All Buttons, Upward Multiband, Transient Shaper. Saturation in fünf Geschmacksrichtungen plus Multiband Variante, BitCrusher, Hard Clip, Wavefolder. Sweep Filter, Frequency Shifter, Ring Mod, Stereo Widener, Haas Delay, M/S EQ. Plate Reverb, Convolution mit fünf zentrierten Räumen, Tape Delay, Stutter Gate als echter Buzz Roll. Spectral Stretch für extreme Dehnung bis 50x und ein Pitch Bus auf Signalsmith Basis. Dazu Gate und Resonator, Chorus, Flanger, Phaser, Tremolo / Pan, Ping-Pong Delay, Tape Stop, Vinyl / Cassette, Tilt EQ, Utility und Retro Stretch. Drag and Drop in beliebiger Reihenfolge. Am Ende sitzt immer ein True Peak BrickWall Limiter, ISR konform für Streaming.

Wer das Rack auf anderem Material einsetzen will, schaltet die Engine per Bypass Sampler komplett ab. Ein Sidechain-Input läuft dann direkt durch die 19 Slots, Sequencer und Variation Engine sind aus, das Master-FX-Rack landet als reiner Effekt auf Drum-Bus, Synth-Loop oder Vocal-Layer. 50 FX-Board-Presets bringen dafür fertige Ketten mit und schalten den Modus beim Laden selbst ein.

Amen Machine im FX MODE: Schild FX MODE oben rechts, der Composing-Tab ist abgedunkelt mit dem Hinweis FX Mode - sampler disabled
Amen Machine, Audio-FX-Tab mit 19 Slots, belegt mit Sweep Filter, Pitch Bus, BitCrusher, Saturator, Compressor und Plate Reverb, unten rechts der Limiter

Im Klartext: du holst jeden klassischen Sound aus drei Jahrzehnten Amen Geschichte direkt aus dem Plugin. Liquid DnB mit Plate Reverb und FET Crush. Surgical Neurofunk Bus mit Textures Engine und Diode Saturation. Breakcore mit Wavefolder Metallics. Footwork und Jungle Halftime mit Tape Echo Dub. Cathedral Reverb auf einem 8x Spectral Stretch für den Cinematic Pad aus dem Amen. 116 Factory Sound Presets, davon 31 Genre, 5 Cinematic, 23 Showcase mit jeweils eigenem Spotlight FX, 7 Tool Presets für gezielte Aufgaben und 50 FX Board Presets für den Effektbetrieb, zeigen das ganze Spektrum. Dazu kommen Pattern Presets als fertige Sequenzer Grids und Performance Presets mit kompletten Macro Mappings. Den Rest steuerst du live über das 32 Macro Performance System, mit vollem MIDI Learn, CC-Mapping und Sticky Learn für persistente Hardware-Controller-Assignments. Einmal gemappt, immer drauf. Und wer die Amen Machine lieber wie eine Drum Machine spielt statt sie programmieren zu lassen, schaltet den Ext-MIDI-Toggle in der Header-Bar an: der interne Sequenzer wird stumm, eingehende MIDI-Noten triggern die Slices direkt (Note 48 bis 93 auf Slice 0 bis 45, exakt wie das originale Amen-MIDI-File). Alle Slice-Settings und die komplette FX-Kette bleiben aktiv, wie auf einem klassischen Pad-Sampler, gespielt aus der Piano Roll oder live auf den Pads.

Amen Machine, Performance-Tab mit acht Perform-Pads (ROLL bis TRANS) und 32 Makro-Reglern

Neu in Version 1.7.2

  • Amen Machine als Effekt: 50 neue Presets der Abteilung FX Board machen die Amen Machine zum Insert-Effekt für Drum-Bus, Break oder Loop aus der DAW. Sie schalten beim Laden Bypass Sampler ein und bearbeiten das Signal am Sidechain-Eingang: Drum-Bus-Glue, Parallel-Kompression, Dub-Throws, Lo-Fi-Busse, Techno-Rumble, Gated-80s-Snare und mehr. Hall und Delay sind immer gefiltert, die Stereobreite sitzt über einem Mono-Bass, und der Pegel bleibt nahe am Eingang.
  • Retro Stretch: Den Stretch der vierten Engine gibt es jetzt auch als Effekt im Rack, als 35. Modul, und damit auf jedem Signal. Bei Speed 1 ist er ein Pitchshifter mit bis zu 12 Halbtönen nach oben oder unten und dem Flattern alter Hardware-Sampler. Darunter spielt er Halftime in einem Fenster von einer Viertel bis zu zwei Takten am Raster der DAW, darüber Doubletime bis vierfach. Jeder Schlag spielt seinen Anschlag einmal und ungedehnt. Die Latenz liegt fest bei 30 ms.
  • Neue Namen: Die BitCrusher-Modi heißen jetzt Mu-Law 12 und 12-bit 26k. Alte Projekte laden unverändert.
  • Fenstergröße auf dem Mac: Auf Retina-Bildschirmen öffnet der Editor mit 120 % statt mit 200 %. Auf jedem System verkleinert er sich beim Öffnen so weit, bis er auf den Bildschirm passt.

Neu in Version 1.7

  • Stretch: Die vierte Engine dehnt jeden Slice im Stil alter Hardware-Sampler, von Achteltempo bis vierfach. Jeder Schlag bleibt an seiner Stelle, sein Anschlag erklingt genau einmal und unverändert, gedehnt wird nur, was danach kommt. Das ist der metallische Klang gestreckter Jungle-Breaks, ohne Latenz und nicht teurer als Repitch.
  • Textures neu abgestimmt: Verlangsamt flattert und verwischt der Break, jeder Schlag kommt doppelt mit leichtem Vorhall. Der Anschlag sitzt bei jedem Tempo mit vollem Pegel.
  • Perform-Pads: Acht Pads im Performance-Tab, mit acht Modi von Roll und Slicer über Gate, Restart, Reverse, Tape Stop und Stutter bis Trans, in drei Bänken. Jedes Pad, jeder Modus und jede Bank lässt sich per Rechtsklick auf einen MIDI-Controller legen, ohne Einstellung spielen die Noten 36 bis 43 die Pads.
  • Elf neue Effekte: Gate, Resonator, Chorus, Flanger, Phaser, Tremolo / Pan, Ping-Pong Delay, Tape Stop, Vinyl / Cassette, Tilt EQ und Utility, dazu neun neue Werkspresets, die zeigen, was sie können. Das Rack wächst damit auf 34 Module.
  • Neuer Pattern-Würfel: Jeder Wurf folgt den Regeln der handgemachten Patterns: eine Snare in jedem Takt, keine Hi-Hat-Teppiche, Takt 4 nie eine Kopie. VARIETY am Anschlag führt wirklich weg vom Original.
  • Knackigerer Anschlag: Neue Noten starten ohne Wartezeit und ohne Klick, auch wenn alle 16 Stimmen belegt sind.
  • CLAP: Neben VST3, AU und Standalone läuft die Amen Machine jetzt auch als CLAP.

Eine Hommage an sechs Sekunden

Der Amen Break wurde 1969 von Gregory C. Coleman auf den Schlagzeugen der Funk Band The Winstons für ein B Seiten Stück namens „Amen, Brother“ eingespielt. Sechs Sekunden Drums, die seitdem die gesamte elektronische Musik geformt haben. Hip Hop, Jungle, Drum & Bass, Breakcore, Hardcore, Footwork, IDM. Ohne diesen Take gäbe es halbe Genres nicht. Coleman hat dafür nie einen Cent gesehen und ist 2006 obdachlos in Atlanta gestorben.

Die Amen Machine ist eine Hommage an diese sechs Sekunden. Kein Loop Browser, kein Sample Pack, sondern ein Instrument, das den Break als das behandelt, was er wirklich ist: das wichtigste Schlagzeug der elektronischen Musik. Bau damit deinen eigenen Stil.

Formate & Systeme

Formate: VST3, AU, CLAP, Standalone

Systeme:

  • macOS Universal2 (Intel und Apple Silicon)
  • Windows x64
  • Linux x64

Lizenz-Informationen

Dieses Produkt enthält ein professionelles Lizenzsystem mit den folgenden Funktionen:

  • Online-Aktivierung mit Hardware-Fingerprint
  • Bis zu 3 Geräte-Aktivierungen inklusive
  • Automatische Lizenz-Zustellung per E-Mail
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